so oder so


Per aspera ad astra "Non est ad astra mollis e terris via"

(Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen)


Samstag

#Behinderung und ihre Annahme in der Gesellschaft

Bei einem Wohltätigkeitsessen zugunsten von Schülern mit Lernschwierigkeiten hielt der Vater eines der Kinder eine Rede, die so schnell keiner der Anwesenden vergessen wird.
Nachdem er die Schule und ihre Mitarbeiter in höchsten Tönen gelobt hatte, stellte er folgende Frage:
"Wenn keine störenden äußeren Einflüsse zum Tragen kommen, gerät alles, was die Natur anpackt, zur Perfektion. Aber mein Sohn Shay ist nicht so lernfähig wie andere Kinder.
Er ist nicht in der Lage, die Dinge so zu verstehen wie andere Kinder. Wo ist die natürliche Ordnung der Dinge bei meinem Sohn?"
Das Publikum war angesichts dieser Frage vollkommen stumm.
Dann erzählte er die folgende Geschichte:
Shay und ich waren einmal an einem Park vorbeigekommen, in dem einige Jungen, die Shay kannte, Baseball spielten.
Shay fragte: "Glaubst du, sie lassen mich mitspielen?"
Ich wusste, dass die meisten der Jungen jemanden wie Shay nicht in ihrer Mannschaft haben wollten,
aber als Vater war mir auch Folgendes klar: Wenn mein Sohn mitspielen durfte, dann würde dies ihm ein< Dazugehörigkeitsgefühl> geben, nach dem er sich so sehr sehnte, und auch die Zuversicht, trotz seiner Behinderung von anderen akzeptiert zu werden.
Ich ging also zu einem der Jungen auf dem Spielfeld und fragte, ohne allzu viel zu erwarten, ob Shay mitspielen könne.
Der Junge schaute sich hilfesuchend um und sagte:
"Wir haben schon sechs Runden verloren und das Spiel ist gerade beim achten Inning. Ich glaube schon, dass er mitspielen kann. Wir werden versuchen, ihn dann beim neunten Inning an den Schläger kommen zu lassen."
Shay kämpfte sich nach drüben zur Bank der Mannschaft und zog sich mit einem breiten Grinsen ein Trikot des Teams an. Ich schaute mit Tränen in den Augen und Wärme im Herzen zu. Die Jungen sahen, wie ich mich freute, weil mein Sohn mitspielen durfte.
Am Ende des achten Innings hatte Shays Team ein paar Runden gewonnen, lag aber immer noch um drei im Rückstand. Mitten im neunten Inning zog sich Shay den Handschuh an und spielte im rechten Feld mit. Auch wenn keine Schläge in seine Richtung gelangten, war er doch begeistert, dass er mit dabei sein durfte, und grinste bis zu beiden Ohren, als ich ihm von der Tribüne aus zuwinkte.
Am Ende des neunten Innings holte Shays Mannschaft noch einen Punkt. In der jetzigen Ausgangslage war der nächste Run ein potenzieller Siegesrun, und Shay kam als Nächster an die Reihe.
Würden sie in diesem Moment Shay den Schläger überlassen und damit die Chance, das Spiel zu gewinnen, aufs Spiel setzen?
Überraschenderweise bekam Shay den Schläger. Jeder wusste, dass ein Treffer so gut wie unmöglich war, denn Shay wusste nicht einmal, wie er den Schläger richtig halten sollte, geschweige denn, wie er den Ball schlagen sollte.
Als Shay allerdings an den Abschlagpunkt trat, merkte der Pitcher, dass die gegnerische Mannschaft in diesem Moment nicht gerade auf den Sieg aus zu sein schien und warf den Ball so vorsichtig, dass Shay ihn wenigstens treffen konnte.
Beim ersten Pitch schwankte Shay etwas unbeholfen zur Seite und schlug vorbei.
Der Pitcher ging wieder ein paar Schritte nach vorn und warf den Ball vorsichtig in Shays Richtung.
Als der Pitch hereinkam, hechtete Shay zum Ball und schlug ihn tief nach unten gezogen zurück zum Pitcher.
Das Spiel wäre nun gleich zu Ende. Der Pitcher nahm den tiefen Ball auf und hätte ihn ohne Anstrengung zum ersten Baseman werfen können.
Shay wäre dann rausgeflogen, und das Spiel wäre beendet gewesen.
Aber stattdessen warf der Pitcher den Ball über den Kopf des ersten Basemans und außer Reichweite der anderen Spieler.
Von der Tribüne und von beiden Teams schallte es:
"Shay lauf los! Lauf los!"
Noch nie im Leben war Shay so weit gelaufen, aber er schaffte er bis First Base.
Mit weit aufgerissenen Augen und etwas verwundert hetzte er die Grundlinie entlang.
Alle schrien: "Lauf weiter, lauf weiter!"
Shay holte tief Atem und lief unbeholfen, aber voller Stolz weiter, um ans Ziel zu gelangen. Als Shay um die Ecke zur zweiten Basis bog, hatte der rechte Feldspieler den Ball ... er war der kleinste Junge im Team, der jetzt seine erste Chance hatte, zum Held seines Teams zu werden.
Er hätte den Ball dem zweiten Baseman zuwerfen können, aber er hatte verstanden, was der Pitcher vorhatte, und so warf er den Ball absichtlich ganz hochund weit über den Kopf des dritten Basemans.
Also rannte Shay wie im Delirium zur dritten Basis, während die Läufer vor ihm die Stationen bis nach Hause umrundeten.
Alle schrien nun: "Shay, Shay, Shay, lauf weiter, lauf weiter"
Shay erreichte die dritte Basis, weil der gegnerische Shortstop ihm zur Hilfe gelaufen kam und ihn in die richtige Richtung der dritten Basis gedreht und gerufen hatte:
"Lauf zur dritten!" "Shay, lauf zur dritten!"
Als Shay die dritte Basis geschafft hatte, waren alle Spieler beider Teams und die Zuschauer auf den Beinen und riefen:
"Shay, lauf nach Hause! Lauf nach Hause!"
Shay lief nach Hause, trat auf die Platte und wurde als Held des Tages gefeiert, der den Grand Slam erreicht und den Sieg für seine Mannschaft davongetragen hatte.
"An diesem Tag", so sagte der Vater, während ihm die Tränen übers Gesicht liefen, "brachten die Spieler von beiden Mannschaften ein Stück wahrer Liebe und Menschlichkeit in Shays Welt."
Der Vater fuhr fort: "Ich bin der Meinung, wenn ein Kind so ist wie Shay, das geistig und körperlich behindert zur Welt kommt, dann entsteht die Möglichkeit, wahre menschliche Natur in die Tat umzusetzen, und es liegt nur daran, wie die Menschen dieses Kind behandeln."
Shay erlebte keinen weiteren Sommer mehr.
Er starb im folgenden Winter und hatte nie vergessen, wie es war, ein Held zu sein und mich so glücklich gemacht zu haben und zu sehen, wie die Mutter ihren kleinen Helden unter Tränen umarmte, als er nach Hause kam!"
NUN NOCH EINE KLEINE FUßNOTE ZU DIESER GESCHICHTE:
Viele scheinbar triviale zwischenmenschliche Kontakte stellen uns vor die Wahl: Geben wir ein bisschen Liebe und Menschlichkeit weiter oder verpassen wir diese Chance und machen die Welt dadurch ein bisschen kälter?
Ein weiser Mann sagte einmal, jede Gesellschaft sei danach zu beurteilen, wie sie ihre am wenigsten gesegneten Mitglieder behandle.

#LudwigHirsch #Schutzengerl


#Die Kinder des Krieges




#Es ist an der Zeit


Dienstag

#Hildesheim #Weinfest



Der Aufbau für das Hildesheimer Weinfest hat gestern begonnen. 
Ab Mittwoch könnt ihr Weine aus unterschiedlichen Anbauregionen Deutschlands kosten 
und euch auf die Weinauswahl von Anbietern aus der Region freuen. 
Genießt mit Freunden oder Verwandten 
die besondere Atmosphäre auf dem historischen Marktplatz.


Montag

#Hildesheim #Lesezeichen Grußwort zum Lesezeichen-Projekt 2017 des Forum Literaturbüro e.V.



Endlich wieder verwandelt das Forum Literaturbüro e.V. mit den Lesezeichen 2017 viele prägende Orte in Hildesheim in eine Welt erlebbarer Lyrik. Passend zum Reformationsjubiläum steht das Projekt dieses Jahr ganz im Zeichen von Luthers Motto: „Hier stehe ich...“. Beinahe hundert Gedichte von 49 Autorinnen und Autoren aus neun Ländern der Welt machen unsere Straßen und Plätze von Mai bis Oktober zu Orten der Poesie. So viele wie nie zuvor! Auch das belegt den Erfolg dieses inzwischen bundesweit bekannten und einzigartigen Projektes.

Doch begeistert die außergewöhnliche Kombination von Text und Ort längst nicht nur die kreative Szene. Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt erfreuen sich gleichermaßen wie Gäste an den ungewöhnlichen und bewegenden Lyrik- Installationen. Sie überraschen, springen ins Auge und zwingen den Passanten förmlich zum Lesen. Begleitet werden die übergroßen Lesezeichen an markanten Stellen der Stadt von einer Lesezeichen-Rallye auf Facebook und einer interaktiven Smartphone-Karte, die die Lust am medialen Spiel mit der klassischen Literatur verbindet und für verschiedenste Zielgruppen zugänglich macht.

Nach zahlreichen kreativen Projekten wie der Literatur-Apotheke beweist das Forum Literaturbüro e.V. mit dem neuen Lesezeichen-Projekt erneut, dass es eines ganz besonders beherrscht: Nämlich Lust aufs Lesen machen. Ich bin stolz, dass der Verein mit so engagierten und kreativen Menschen unser kulturelles Leben in Hildesheim bereichert und verbleibe in Vorfreude auf das Projekt

mit herzlichen Grüßen Ihr
Dr. Ingo Meyer
Oberbürgermeister










Samstag

#Hildesheimer-Lesezeichen die Bilder

Ihr Lieben, nun ist es soweit. Das Literaturforum Hildesheim hat die Lesezeichen ausgehängt und mein Gedicht ist in der Almsstraße (Fußgängerzone) zu sehen...ist das nicht klasse? Ich freue mich wie Bolle...nicht nur Preisträger, sondern nun auch so öffentlich gemacht. Mit Udo Jürgens neben mir...klasse








Donnerstag

#HildesheimerLesezeichen

Nun geht es los!

Sehr geehrte Frau von Bistram,

auf diesem Wege wollen wir Sie - wie angekündigt - über den aktuellen Stand der Realisierung unseres Lesezeichen-Projektes 2017 informieren.

Nach Ostern beginnen wir mit Druck und Montage der fast 100 Lesezeichen-Banner; bis zum 5. Mai d.J. sollen die Montagearbeiten in der Stadt abgeschlossen sein.

Alle Informationen zum Projekt können Sie auch von der Webseite www.hildesheimer-lesezeichen.de abrufen. Sie finden dort auch eine interaktive Stadtkarte und ein Verzeichnis aller teilnehmenden Autoren und ihrer Texte.

Zum Projekt wird es auch eine Stadtführer-Programmbroschüre geben, die wir großflächig in der gesamten Region Hildesheim verteilen.

Dieses bundesweit einzigartige Kulturformat findet aber auch überregional sehr viel Resonanz. Anbei senden wir Ihnen deshalb eine Pressemitteilung, die Sie selber gerne auch an Ihre örtlichen Medien, Zeitungen oder Internetportale (mit dem Hinweis, dass Sie hier als Autorin mit einem Lesezeichen vertreten sind) weiterleiten können.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Osterfeiertage und weiterhin eine schöne Frühlingszeit.

Mit herzlichen Grüßen
aus Hildesheim

Marisa Berg

--
Redaktion: Hildesheimer Lesezeichen
Forum-Literaturbüro e.V.
www.forum-literatur.de











Montag

#Hildesheimer-Lesezeichen



und mein Gedicht aus dem 2014er Wettbewerb ist dabei.

http://www.hildesheimer-lesezeichen.de/

Ausschnitt aus dem Begrüßungsschreiben

„Ein gutes Gedicht trifft genau den Zeitgeist und geht zugleich über ihn hinaus, weit über ihn hinaus, denn das ist sein Antrieb und unergründlicher Götterfunken“
(Jo Köhler, Hildesheimer Dichter und Kulturinitiator)

Herzlich willkommen


zu diesem ungewöhnlichen und bundesweit einzigartigen Kunst- und Literaturprojekt hier bei uns in Hildesheim.

Fast 100 Gedichte von 49 Autoren aus aller Welt an 30 verschiedenen Standorten in Hildesheim verwandeln Straßen und Plätze für 6 Monate von Mai bis Oktober 2017 zu Orten der Poesie. 

Mit den monumentalen Lesezeichen – am Hauptbahnhof, an Kirchen, Bushaltestellen, Fußgängerzone, Einkaufspassagen, Kino und Theater - gehen wir neue Wege der Literaturvermittlung, holen die Kunst des Wortes zwischen verstaubten Buchdeckeln hervor und setzen sie ins Freie, ins Offene, mitten in der Stadt. 

Die Lyrik-Installationen laden die Besucher der Innenstadt zu einer Entdeckungsreise durch die zeitgenössische Lyrik ein. Jeder Ort hat seinen eigenen Seelenzustand und wenn man ihn betritt geht er auf einen über, so ist es auch mit dem Lesen und Auflesen von Gedichten.

Es ist die ungewöhnliche Verknüpfung von Ort und Wort, das Verweben des lyrischen Textes mit dem täglichen Leben, das Unerwartete, das Überraschungsmoment der plötzlichen Konfrontation mit zeitgenössischen Gedichten im öffentlichen Raum, die für den Leser Bedeutung hat. 

Poesie als vitale Quelle der Kreativität überschreitet hier die Grenzen eingefahrener Bahnen und nimmt im urbanen Kontext unmittelbar Stellung zur Situation und Wahrnehmung des jeweiligen Betrachters. 

49 Dichter und Dichterinnen aus 9 Nationen - Deutschland, Österreich, Ukraine, Russland, Frankreich, Italien, Ungarn, Schweiz und Nigeria - vom noch unbekannten 18jährigen Autor bis zum Großschriftsteller und Literaturnobelpreisträger sind hier mit eigenen Werken vertreten; darunter auch viele Preisträger des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs. 



http://www.forum-literatur.de/index.php?hinweisl=1&&fenster=jubi.php&&titel=Jubil%E4um&&klein=



Freitag

Das Lied von #Theresienstadt


Wir sind hier 40.000 Juden,
Es waren viel mehr an diesem Ort,
Und die wir nicht nach Polen verluden,
Die trugen wir in Särgen fort.
Und in den Höfen der Kasernen,
Da stehen wir abends sehnsuchtsbang,
Und blicken zu den ewgen Sternen,
Hinauf und fühlen erst den Zwang.
Die Freiheit wohnt im Sternenraume
und nicht in den Kasernenblocks,
Und nachts, da flüstern wir im Traume:
Wie lange noch, wie lange noch...

Oh, Merk Dirs, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt!

Wir kämpfen um das nackte Leben,
Und jeder Tag bringt neue Not,
Den Stolz, den darf es hier nicht geben,
man bettelt um ein Stückchen Brot.
Früher hätte man das nicht machen dürfen,
Die Suppe holen im Blechgeschirr
Und ohne Löffel gierig schlürfen,
Hier heißt es: Friß oder krepier!
Und demaskiert zeigt sich das Elend
Im Antlitz jeder Kreatur,
Verfehlend, quälend, manchmal stehlend,
denn hier regiert die Ich-Natur.

Oh, merk Dirs, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

Und wo wir wohnen, ists nicht helle,
Nur Hoffnung leuchtet uns voran,
Hier hatten Pferde ihre Ställe,
Dort schlafen heute 60 Mann.
Die Wangen eingefallen und mager,
Von Sehnsucht wird man hier nicht fett,
so liegt man nachts auf seinem Lager,
Und träumt vom Bett im Kavalett.
Den Schmerz, den tapfer man verbissen
Bei Tag, wenn grell die Sonne scheint,
Der hat uns oft das Herz zerrissen
In Nächten , wo man einsam weint.

Oh, merk Dirs, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

Die Stadt der Kinder und der Greise,
Die einen unserer Hoffnung Keim,
Die anderen, die entschlafen leise
Und kehren zu den Vätern heim.
Es holt der Tod, der schwarze Ritter,
Ein Kind, es ist ihm einerlei,
Dann geht durch alle anderen Mütter,
ein langgedehnter Schmerzensschrei.
Die Männer, die sonst nichts bedauern,
Die noch so abgehärtet sind,
Sie fühln im Herzen ein Erschauern,
Ein Schrei der Mutter nach dem Kind.

Oh, merk Dir's, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

So leben wir, im „Muster“-Ghetto hausend,
Ein Schicksal hält uns alle fest.
Wir Juden hier, die 40.000
Sind von Millionen noch der Rest.
Wir haben Kummer, haben Sorgen,
Und viele Schmerzen haben wir noch,
Wir leben hier von heut auf Morgen
Aber wir leben schließlich doch.
Man konnte hier uns vieles rauben,
das Schicksal hat uns hergeführt,
Doch eins behielten wir: den Glauben,
Daß es noch einmal anders wird.
Oh, merks Dir, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

Und wird es einmal anders werden,
Sind Mühsal und Beschwerden aus,
Wird wieder Frieden sein auf Erden,
Dann singe ich mein Lied zu Haus.

Doch will's das Schicksal anders haben,
Erlebe ich die Freiheit nicht,
Und werde ich auch hier begraben,
Wird weiterleben mein Gedicht.
Und wenn die Jahre dann verrinnen,
Für euch voll sorgenlosem Glück,
Könnt ihr euch einmal dann besinnen,
Und denkt an jene Zeit zurück,

Dann sing, oh Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.





Text: Walter Lindenbaum

Walter Lindenbaum wurde 1943 mit seiner Familie in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Er wurde am 28. September 1944 nach Auschwitz überstellt und kam von dort mit einem Evakuierungstransport in das KZ Buchenwald, wo er am 20. Februar 1945 umkam. Seine Frau Rahel und seine Tochter Ruth wurden in Auschwitz-Birkenau ermordet.


Samstag

#Unrecht


#Schaumschläger



Ihr habt auch schon mal gelesen, dass es Leute gibt, die immer tönen, wie sehr ihnen das Schreiben ein Bedürfnis sei und wieviel Material in den Schubladen schlummert.
Also ganz ehrlich, bei einigen Sprüchemachern ist das nur Schaumschlägerei.
Früher war es wirklich schwer, mal etwas öffentlich zu machen. Aber heute? Im Zeitalter des Internet, der Homepages, der eigenen Buchgestaltungsmöglichkeiten...kein Thema mehr, wenn man einfach nur teilnehmen lassen möchte, an dem, was man so schreibt.
Doch bei oben benannten bleibt es bei dem Namen...sie tönen nur herum und kritisieren andere nach Strich und Faden, zeigen sich erhaben, betilteln vieles als Kitsch und Säuselei...sollen sie doch vor der eigenen Türe kehren oder Besseres zeigen.
Aber nein, da dümpelt es nur...

Wer schreiben mag, soll schreiben, wie es ihm einfällt und sich nicht dran stören, was die ewigen Meckerfritzen- und Lotten so von sich geben.
Vielleicht werden Eure Enkel, Urenkel und spätere Nachfahren dankbar sein, mal etwas von Euch zu lesen.
Ich hatte das Glück, dass in meiner Sippe immer schon viel aufgeschrieben wurde. So kann ich mich in andere Zeiten versetzen und kann das Leben meiner Vorfahren ein wenig nachempfinden.


Dienstag

#ChristineKaufmann

28.03.17

Christine Kaufmann ist von der großen Bühne abgetreten..
ich bin froh, dass sie, da sie keine Patientenverfügung hatte,

 nun nicht mehr ewig leiden muss.

Letzter Rosengruß für das Rosenresli meiner Kindheit,

die mich auch mit weiteren Filmen begleitete...





Sie wurde von ihrer ehrgeizigen Mutter zum Kinderstar gemacht,
drehte einen Film nach dem anderen.
Auch als Heranwachsende spielte sie in den 50er und 60er Jahren
in vielen beliebten Filmen mit,
lernte Toni Curtis bei Dreharbeiten zu Taras Bulba kennen,
hat diesen Hollywood-Star mit 17 Jahren geheiratet,
die Schauspielerei zeitweise aufgegeben,
zwei Kinder bekommen und später auch ein wenig gedreht, ohne große Erfolge.

Nach der Scheidung wieder in Deutschland
war sie begehrte Schauspielerin für Fernsehen und Bühne,
drehte z.B. mit  Rainer Werner Fassbinder,
Rolf von Sydow,
Werner Schroeter

Nach ihrer Ehe mit Curtis war sie noch dreimal verheiratet – 
mit dem Fernsehregisseur Achim Lenz (1974–1976), 
mit dem Musiker und Schauspieler Reno Eckstein (1979–1982) 
sowie mit dem Zeichner Klaus Zey (1997–2011, Trennung 2010

Sie schrieb Bücher, entwickelte eine Kosmetikserie
Als ich vor drei Tagen erfuhr, dass Christine Kaufmann im Koma liegt,
war ich schon sehr bewegt, war sie doch ein wenig
Kindheit- und Jugendbegleiterin für mich
. Noch bewegter dann, als ich am darauf folgenden Tag ein Interview von ihr sah,
 aufgenommen im Januar.
Eine, wie immer vitale Frau, klar im Denken und im Ausdruck ihrer Wünsche,
eine Frau, die von sich sagte, sie war nicht immer eine gute Mutter. 
Sie wusste es nicht besser – damals -.

„Ich will Ende des Jahres keine Bühnenauftritte mehr.“
„Nein?, nirgendwo mehr?“
„Nein! Ich möchte verschwinden.“
„Meine Verwandten sind alle recht fidel und vital gestorben, ganz ohne Siechtum. Das wünsche ich mir auch, egal wie lange es noch dauern mag.“
Es dauerte nicht lange. Ein Segen für sie selbst.


Montag

Die Neu-Gier

gepaart mit mal Bosheit, mal Intrigantentum, mal mit Lüge, mal....
Es gibt so viele Nennungen.

Ich danke Euch auch hier für das Annehmen des neuen, nun schon 1 Jahr alten Blogs unter anderem Namen.
Diejenigen, die ihn noch nicht gefunden haben, müssen mir nur eine Mail schicken...

Dass ich vor Nachstellungen nach wie vor nicht gefeit bin, zeigt mal wieder die Besucherliste auf dem ST-Account.







Freitag

#Holocaust -Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus





Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Bahnsteig des Leids


Eine kleine Puppe
verschmutzt und zerfetzt
am Bahnsteig der Züge des Leids

Ein brauner Koffer
mit Namensschild dran
am Bahnsteig der Züge des Leids

Ein grauer Hut
zertreten, verdreckt
am Bahnsteig der Züge des Leids

Ein ängstlicher Mensch
gestoßen, geschlagen
am Bahnsteig der Züge des Leids

Die grauen Schornsteine
sind Wegweiser hier
am Bahnsteig der Züge des Leids

Die Puppe
der Koffer
der Hut
und der Mensch
verwehten im Winde der Zeit

Doch die Schornsteine bleiben
in steter Erinnerung
auch der Bahnsteig der Züge des Leids





floravonbistram 1998



Einfahrtsgebäude des KZ Auschwitz-Birkenau, Ansicht von innen, 1945


Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0

#Hildesheimer-Lesezeichen

Hallo Ihr Lieben, 

Ihr könnt meine Freude vielleicht mit mir teilen.
In Hildesheim werden alle paar Jahre öffentliche Gebäude mit ausgewählter Literatur beflaggt. Große Banner werden aufgehängt.
Den Link dazu hänge ich an.
Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, war ich 2014 unter den Preisträgern Gedichte und genau dieses Gedicht kommt nun mit auf die Banner.

Heute bekam ich diese Mail:
Sehr geehrte Frau Flora von Bistram,

wie bereits angekündigt sind wir nun soweit, die schönsten Wettbewerbsbeiträge des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs 2014 "Was mir heilig ist" in Form von Gedichtbannern inmitten der Stadt im öffentlichen Raum noch einmal zu würdigen.
Ihr Preisträger-Gedicht "Trauert nicht" ist von unserer Findungsredaktion ebenfalls als Lesezeichen-Gedicht ausgewählt worden. Ich hoffe, das freut Sie!
Das Lesezeichen-Projekt dient der Suche nach neuen Wegen der Leseförderung und Literaturvermittlung. Die Installation der Lesezeichen-Gedichtbanner an prominenten Gebäuden und Plätzen in der Stadt zählt zu den herausragenden Kulturformaten in Hildesheim und findet sowohl regionale wie überregionale Beachtung.
Durch das Zusammenspiel von Ort und Wort geben wir der Kunst des Wortes - gerade auch im digitalen Zeitalter - ihre Einmaligkeit zurück.
Projektpartner sind hier u.a. die Evangelische Kirche, die katholische Kirche, die Deutsche Bahn AG und der Hildesheimer Stadtverkehr. Das Projekt steht unter dem Motto "Hier stehe ich..." und nimmt auf literarische Weise Bezug auf das 500jährige Luther-Jubiläum.

Die Montage der neuen Gedicht-Banner wird Ende April / Anfang Mai 2017 erfolgen.

Zum Projekt wird es u.a. einen Stadtführer (als Faltblatt) geben, mit dem wir alle Autoren und Lesezeichen-Orte vorstellen sowie eine Webseite unter www.hildesheimer-lesezeichen.de, welche ausführliche Informationen zum Projekt allen Interessierten zur Verfügung stellt.



Hier noch mal die Bilder von 2014 dazu










Donnerstag

#Intrigant/in

Kennt nicht jeder von uns solche Menschen?
Um sich gut darzustellen, schrecken sie vor keiner Bosheit und Lüge zurück. Und auch nach Jahren geben sie keine Ruhe. Haben sie sich auf einen Menschen eingeschossen, werden sie ihn und jede seiner Bewegung nach Möglichkeit weiter beschnüffeln, um ihr schmutziges Tun belegen zu können. Da ist ihnen jedes Mittel recht.
"So erkennt man ihn/sie: Vordergründig ist dieser Mensch nett und harmlos, aber seinen Ehrgeiz sollte man nicht unterschätzen. Er will ganz nach oben, Wichtigkeit erlangen - und wenn ihn seine Stärken nicht dorthin bringen, dann eben die Schwächen der anderen. Die erwähnt er gerne mal im Gespräch mit dem Chef/bei Kollegen/in Foren - je schmutziger die Gerüchte, desto lieber sind sie ihm.

So verhält man sich in seiner Nähe: Jeden privaten Kontakt meiden und so wenig Information von sich preisgeben wie möglich - er verwendet alles gegen Sie."


http://www.sueddeutsche.de/karriere/kleine-typologie-der-kollegen-vorsicht-diva-im-buerostuhl-1.21704-6


Montag

#Nestlé und #Wassernutzungsrechte

Ich weiß nicht, ob ich mehr wütend, sauer, traurig oder hilflos bin...Bitte denkt darüber nach, was diese Groß(kotz)firmen mit den Menschen machen.




Tom Scharf schreibt u.a.:  
"Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht! In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen.
 In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat. 
 Nestlé erwirbt also Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen! 
 Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige. "
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 Hier nur mal ein paar Wassermarken, Wasser, das (zum Teil) durstenden Völkern weggenommen wird




Nestle verkauft unter diesen Namen (kleiner Ausschnitt):


http://www.nestle.de/unternehmen/struktur/marken