Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Chronik unseres Dorfes Neuhof, jetzt eingemeindet ist es ein Ortsteil von Hildesheim.
Die Klosterkammer, die über ein riesiges Areal verfügte und Äcker und Weiden verpachtete ordnete an: Die Ablieferung der Sperlingsköpfe
Zuerst dachte ich, es sei eine Währung der Zeit gewesen, aber nein, es handelte sich um Sperlinge, Spatzen.
Genau an meinem Geburtstag, am 26. Februar, doch im Jahr 1820 erinnerte der Amtmann den Ortsvorsteher daran, dass Neuhof verordnungsgemäß bis zum 23. April Sperlingsköpfe abzuliefern hätte.
Dabei wurde auch die Stückzahl nach Größe des bewirtschafteten Bodens berechnet.
Hier der Auszug aus der Chronik von Astrid Buhrmester-Rischmüller:
Ich habe nie vorher von solchen Abgaben gelesen oder gehört und freue mich, dass diese Anordnung keine Gültigkeit hat und ich Sperlinge und andere Vögel hier füttern kann, ohne ihnen das Leben nehmen zu müssen.
so oder so
Per aspera ad astra "Non est ad astra mollis e terris via"
(Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen)
Sonntag
Freitag
#Organspende
Meine Nichte schrieb einen sehr guten Bericht, Gedanken, die ich teile
Die zwei Herzen in mir
Die Diskussion über Spenderorgane ist am 13. Februar 2018 in den Niederlanden richtig aufgeblüht. (Wenn man sich nicht registrieren lässt, ist man im Todesfall automatisch Spender).
Wenn wir den Bildern glauben können, eine glückliche win-win Situation für alle, denn sobald man hirntot ist, gibt man seine Organe ab und rettet so Menschenleben.
Ist ja eine schöne Idee, nach dem eigenen Tod noch Menschenleben zu retten. Hört sich also grundsätzlich toll an, aber durch dieses neue Gesetz wird auch kritischer darauf geachtet und hinterfragt, was wirklich passiert. Es gibt noch eine andere Seite, die sagt, dass nicht offen und ehrlich alles gezeigt wird. Es wird ein fast romantisches Bild serviert, ohne die Bedeutung dessen zu beleuchten, was die Spende wirklich für den schenkenden Part heißt: Nämlich durch emotionale Erpressung, durch Schuldzuweisung unter Druck gesetzt zu werden, eine Entscheidung zu treffen, in einem Moment, in dem man eh schon nicht ganz zurechnungsfähig ist und nicht die Möglichkeit zu haben, richtig Abschied nehmen zu können von demjenigen, der stirbt, was lebenslange psychische Folgen haben kann.
Der empfangende Part wird nicht automatisch direkt gesund, auch wenn das Spenderorgan vom Körper angenommen wird.
Oft hat derjenige mit Abstoßungserscheinungen zu kämpfen, weswegen starke belastende Medikamente genommen werden müssen, die auch die anderen Organe, vor allem die Nieren, kaputt machen. Erschwerend kommt hinzu, dass die durchschnittliche „Haltbarkeit“ von Spenderorganen 5 Jahre beträgt.
Und dann die große Frage: was heißt es für den im Moment der Organspende scheinbar Verstorbenen? Noch nicht verstorben, eher ausgenommen bei lebendige Leibe, ohne Schmerzverhütung wie z.B. Narkose. Der Körper zeigt noch allerhand Reaktionen (Steigerung Blutdruck, schnellere Herzfrequenz, abwehrende Arme, die zur Sicherheit gefesselt werden). Ist Hirntot dann wirklich tot? Die Grenze der Feststellung scheint von Land zu Land ziemlich unterschiedlich bestimmt zu sein (das ist was anderes als der biologische Tod). Die stofflichen Überreste des Leichnams, die nach der Organspende vom Körper überbleiben, zeigen im Gesicht oft deutliche Zeichen von Schmerz/Spannung.
Die Menschen, die doch noch aus ihrer hirntoten Phase zurückgekommen sind und bei denen keine Zustimmung gegeben wurde für eine Organentnahme, berichten darüber, dass sie alles gehört haben, was während dieser Phase im Zimmer gesagt wurde.
Sie wollten sich kennbar zeigen, hatten aber die Kontrolle über ihren Körper verloren. Fühlten jedoch bei durchgeführten Tests jeden Schmerz. Also warum keine Narkose? Warum dann Muskelentspanner, wenn der Anti-Narkose-Grund ist, dass die Person doch hirntod ist und ehe keine Reaktion zeigen kann?
Spirituell gesehen stellt sich heraus, dass der Empfänger teils Charakterzüge/Energie vom Geber übernimmt. Der Empfänger fühlt, was der Geber fühlte. Außerdem kann der Geber spirituell nicht sterben und weitergehen, weil sein Herz noch irgendwo schlägt. Der Geber bleibt verbunden mit dem Empfänger und andersrum.
Und dann gibt es noch die systemische Sicht des Geschichte. Es zeigt sich, dass der Spende-Empfänger unbewusst oft Probleme hat mit dem Annehmen des Organes. Dieses Geschenk wird als zu groß und absolut nicht in Balance erfahren (Geben und Empfangen). Der Gedanke, dass Du darauf gewartet hast, dass jemand stirbt, ist für die Seele nicht tragbar (laut Bert Hellinger). Du lebst auf Kosten eines Anderen. Unbewusst will der Empfänger, dass es wieder in Balance kommt. Unfälle, Krankheit, Abstoßung usw. sind häufig vorkommende Folgeerscheinungen. Neben diesen Punkten ist es auch so, dass das System des Gebers in das System des Empfängers einfließt. Der Empfänger selbst und alle Generationen, die nach dem Empfänger kommen haben somit alle Teile des Systems des Gebers in sich und tragen dies dann mit sich mit. (andersrum auch)
Im November wurde die zweite Niere meines Stiefvaters entfernt. Er muss jeden 2. Tag zur Nierendialyse, was sicherlich kein Spaß ist. Es raubt einem alle Energie und schränkt einen auf allen Ebenen ein. Meine Mutter möchte gerne eine Ihrer Nieren schenken, aber auf Grund seiner Krankheit ist dies nicht möglich. Was das angeht schlagen sozusagen 2 Herzen in meiner Brust: Das eine Herz möchte sehr gerne ein Menschenleben retten. Das andere Herz sieht den Preis, den es kostet. Wenn man Menschen etwas über Spenderorgane erklärt, um ein “ja” zur Spende zu bekommen, sollte man doch so ehrlich sein und darstellen, wie dieser Prozess in Wirklichkeit ist. Man sollte ehrliche Informationen geben und beide Seiten der Medaille zeigen und am Ende jeden Einzelnen frei in seiner Entscheidung sein lassen. Dass man kritisch ist, heißt nicht, dass man ein Unmensch bist, im Gegenteil.
(Petra Braun)

Die zwei Herzen in mir
Die Diskussion über Spenderorgane ist am 13. Februar 2018 in den Niederlanden richtig aufgeblüht. (Wenn man sich nicht registrieren lässt, ist man im Todesfall automatisch Spender).
Wenn wir den Bildern glauben können, eine glückliche win-win Situation für alle, denn sobald man hirntot ist, gibt man seine Organe ab und rettet so Menschenleben.
Ist ja eine schöne Idee, nach dem eigenen Tod noch Menschenleben zu retten. Hört sich also grundsätzlich toll an, aber durch dieses neue Gesetz wird auch kritischer darauf geachtet und hinterfragt, was wirklich passiert. Es gibt noch eine andere Seite, die sagt, dass nicht offen und ehrlich alles gezeigt wird. Es wird ein fast romantisches Bild serviert, ohne die Bedeutung dessen zu beleuchten, was die Spende wirklich für den schenkenden Part heißt: Nämlich durch emotionale Erpressung, durch Schuldzuweisung unter Druck gesetzt zu werden, eine Entscheidung zu treffen, in einem Moment, in dem man eh schon nicht ganz zurechnungsfähig ist und nicht die Möglichkeit zu haben, richtig Abschied nehmen zu können von demjenigen, der stirbt, was lebenslange psychische Folgen haben kann.
Der empfangende Part wird nicht automatisch direkt gesund, auch wenn das Spenderorgan vom Körper angenommen wird.
Oft hat derjenige mit Abstoßungserscheinungen zu kämpfen, weswegen starke belastende Medikamente genommen werden müssen, die auch die anderen Organe, vor allem die Nieren, kaputt machen. Erschwerend kommt hinzu, dass die durchschnittliche „Haltbarkeit“ von Spenderorganen 5 Jahre beträgt.
Und dann die große Frage: was heißt es für den im Moment der Organspende scheinbar Verstorbenen? Noch nicht verstorben, eher ausgenommen bei lebendige Leibe, ohne Schmerzverhütung wie z.B. Narkose. Der Körper zeigt noch allerhand Reaktionen (Steigerung Blutdruck, schnellere Herzfrequenz, abwehrende Arme, die zur Sicherheit gefesselt werden). Ist Hirntot dann wirklich tot? Die Grenze der Feststellung scheint von Land zu Land ziemlich unterschiedlich bestimmt zu sein (das ist was anderes als der biologische Tod). Die stofflichen Überreste des Leichnams, die nach der Organspende vom Körper überbleiben, zeigen im Gesicht oft deutliche Zeichen von Schmerz/Spannung.
Die Menschen, die doch noch aus ihrer hirntoten Phase zurückgekommen sind und bei denen keine Zustimmung gegeben wurde für eine Organentnahme, berichten darüber, dass sie alles gehört haben, was während dieser Phase im Zimmer gesagt wurde.
Sie wollten sich kennbar zeigen, hatten aber die Kontrolle über ihren Körper verloren. Fühlten jedoch bei durchgeführten Tests jeden Schmerz. Also warum keine Narkose? Warum dann Muskelentspanner, wenn der Anti-Narkose-Grund ist, dass die Person doch hirntod ist und ehe keine Reaktion zeigen kann?
Spirituell gesehen stellt sich heraus, dass der Empfänger teils Charakterzüge/Energie vom Geber übernimmt. Der Empfänger fühlt, was der Geber fühlte. Außerdem kann der Geber spirituell nicht sterben und weitergehen, weil sein Herz noch irgendwo schlägt. Der Geber bleibt verbunden mit dem Empfänger und andersrum.
Und dann gibt es noch die systemische Sicht des Geschichte. Es zeigt sich, dass der Spende-Empfänger unbewusst oft Probleme hat mit dem Annehmen des Organes. Dieses Geschenk wird als zu groß und absolut nicht in Balance erfahren (Geben und Empfangen). Der Gedanke, dass Du darauf gewartet hast, dass jemand stirbt, ist für die Seele nicht tragbar (laut Bert Hellinger). Du lebst auf Kosten eines Anderen. Unbewusst will der Empfänger, dass es wieder in Balance kommt. Unfälle, Krankheit, Abstoßung usw. sind häufig vorkommende Folgeerscheinungen. Neben diesen Punkten ist es auch so, dass das System des Gebers in das System des Empfängers einfließt. Der Empfänger selbst und alle Generationen, die nach dem Empfänger kommen haben somit alle Teile des Systems des Gebers in sich und tragen dies dann mit sich mit. (andersrum auch)
Im November wurde die zweite Niere meines Stiefvaters entfernt. Er muss jeden 2. Tag zur Nierendialyse, was sicherlich kein Spaß ist. Es raubt einem alle Energie und schränkt einen auf allen Ebenen ein. Meine Mutter möchte gerne eine Ihrer Nieren schenken, aber auf Grund seiner Krankheit ist dies nicht möglich. Was das angeht schlagen sozusagen 2 Herzen in meiner Brust: Das eine Herz möchte sehr gerne ein Menschenleben retten. Das andere Herz sieht den Preis, den es kostet. Wenn man Menschen etwas über Spenderorgane erklärt, um ein “ja” zur Spende zu bekommen, sollte man doch so ehrlich sein und darstellen, wie dieser Prozess in Wirklichkeit ist. Man sollte ehrliche Informationen geben und beide Seiten der Medaille zeigen und am Ende jeden Einzelnen frei in seiner Entscheidung sein lassen. Dass man kritisch ist, heißt nicht, dass man ein Unmensch bist, im Gegenteil.
(Petra Braun)
#Leser #GläsernerMensch
Immer wieder Freude, wenn ich sehe, dass doch stets treue Leser schauen, was ich so poste.
Dank Google erkenne ich, wo, wann, wer, aus welcher Ecke, mit welchem System, mit welchem Browser oder welchem Handy mich anklickt, wie lange er verweilt...
Ihr seid willkommen
Dank Google erkenne ich, wo, wann, wer, aus welcher Ecke, mit welchem System, mit welchem Browser oder welchem Handy mich anklickt, wie lange er verweilt...
Ihr seid willkommen
Sonntag
Dienstag
Freitag
#DieZeitistnahe (?) #Apocalypse #Endzeit
Im Zuge des Predigens über die "Endzeit"
verwenden heute
viele Einzelpersonen
und Organisationen
die Worte
"die Zeit ist
nahe"
Hört nicht auf sie und folgt ihnen nicht.
Der Herr gab seinen Jüngern (laut Bibel)
damals einen Predigtauftrag
mit den Worten "die Zeit ist nahe".
Doch wies er auch darauf hin,
in einer späteren Zeit würde man
an diesen Worten,
die sie zu häufig missbrauchen würden,
die falschen Propheten und "Christusse"
erkennen können.
Googelt Ihr diese Worte und lest mal,
welche Schauergeschichten da auf uns
herabbeschworen werden,
muss man doch im Grunde nur lächeln.
Doch leider lassen sich viele Menschen
davon verunsichern.
Bei diesen selbsternannten Heiligen
und Predigern und Warnern
ist alles schlecht,
was für Viele heilend, wärmend und tröstend ist.
Macht Euch ein Bild,
das in Euren Herzen entstehen sollte
und nicht auf den angeblichen Warnrufen
von Wichtigtuern beruht.
Die Zeit für JEDEN ist dann da,
wenn er abberufen wird.
Sonntag
Freitag
#Märchen #Heinzelmännchen #Wichtel
Die Küchenwichtel
In alten Zeiten, so kann man es lesen,
lebten in Küchen und Kellern die Wesen,
die allen Menschen wohl bekannt.
Heinzelmännchen war`n sie benannt.
Doch Weh und Ach, sie wurden vertrieben,
so manche Geschichte wurd` drüber geschrieben,
kein Bitten, kein Flehen holt sie je zurück,
doch gab es Erfinder – zu unserem Glück,
die dachten und schraubten und basteln stets fein,
Roboterwichtel ziehn in die Küchen nun ein.
Die kochen und backen und spülen – nicht still –
und auch nicht alleine, wie ich es gern will,
doch mit etwas Antrieb wird alles gemacht,
was schlaue Köpfe sich für uns erdacht.
Nicht Holz und nicht Kohle schlepp ich für den Herd,
es wird auch nicht mit dem Reisig gekehrt,
das Kneten und Rühren quält nicht meine Hände,
kein Ruß färbt den Schrank und all meine Wände.
Ich denke, ich lehne bequem mich zurück,
genieße vom Tag jetzt ein größeres Stück.
Das ist ein Irrtum, denn auf alle Fälle,
bewegt sich kein „Wichtel“, bin ich nicht zur Stelle.
Ich tippe auf Knöpfe, ich schalte Programme,
ich lese die Weisung, ach ja, kleine Flamme,
der Topf öffnet sich erst, wenn er es so will,
den Zulaufhahn öffnen, sonst steht Minna still.
Ich fluche, die Dose geht wieder nicht auf,
voll Wut hau ich auf den Öffner mal drauf,
schon spritzt das Blut, jetzt dreht sich das Messer.
Ich bin ja auch blöd, wusst` ich es nicht besser?
Das Obst in den Mixer, zerkleinern und rühren,
oh je, das Fleisch muss ich auch noch einfrieren.
Und dann dieser Knall und alles steht still,
gerade, als ich noch das Brot schneiden will.
Maschinen sie schweigen, das Licht ging auch aus.
Da flog doch mal wieder die Sicherung raus.
Wie war zu Köln es doch vordem…
Donnerstag
#AlleJahrewieder
Alle
Jahre wieder
Ganz kribbelig sind die
Kinder schon.
Der Vormittag war ganz dem
Aufräumen gewidmet, das Kinderzimmer musste glänzen, denn es sollte dort heute
das Christkind einziehen. Nun saßen sie
mit der lieben Tante Ira in der großen Wohnküche und spielten Mensch Ärger Dich
Nicht. Vati war eben erst von der Arbeit gekommen und im Schlafzimmer
verschwunden. Durch das Schlafzimmer kam man in das Kinderzimmer. So war das damals in den großen alten
Häusern, in denen nun eine Etage für 3 Familien reichen musste, in der sich früher die Schlafräume der
„Herrschaften“ befanden.
Der Herd bollerte und
grummelte, das Wasser im Schiffchen zischte leise vor sich hin. An den Fenstern
wuchsen die Eisblumen und verzauberten den Raum, der mit ein wenig Tannengrün
und selbst gebastelten Sternen schon
sehr behaglich war.
Kein Geräusch drang aus dem
Zimmer nebenan und schon gar nicht aus dem dahinter liegenden.
„Oh. wann kommt denn nur
endlich das Christkind?“ Martin sprach aus, was auch die Geschwister bewegte.
„Wenn die Glocke läutet“, sagte
Tante Ira, „doch das dauert noch eine ganze Weile.
„Aber warum kommen Vati und
Mutti da gar nicht mehr raus?“
„Nun, sie müssen doch dem
Christkind helfen, denkst du denn, das kann bei allen Menschen alles alleine
machen?“
„Aber es hat doch die Engel
und Zwerge als Helfer.“
„Ja sicher, doch die Eltern
müssen dann schon aufpassen, dass auch kein bisschen vergessen wird.“
Da, Schritte! Alle Augen
klebten an der Tür, alle Ohren waren gespitzt, war schon der zarte Glockenton
zu hören, an den die Größeren sich noch erinnerten? ...Nein, nur Vati und Mutti
kamen rein und sahen gar nicht so aus, als hätten sie das Christkind schon
gesehen.
„Ist das Christkind schon
da?“ Alle waren gespannt auf die Antwort, doch Vati schüttelte nur den Kopf.
„Ich habe euch doch gesagt, dass es sich nicht blicken lässt, solange Menschen
im Zimmer sind, wir mussten nur den Flügel richtig hinstellen, damit wir auch
singen können, wenn es soweit ist. Jetzt essen wir erst mal etwas.“
Die Aufregung war aber so
groß, dass die Kinder wie aus einem Mund riefen:“…keinen Hunger!“
Doch als Mutti dann aus dem
Abstellraum den großen Teller mit den belegten Brötchen hervor holte, lief den
Kindern das Wasser im Munde zusammen. „Brötchen!“ „Mit Kochschinken!“ „Aufgeklappt!“
So ein Festmahl, sie konnten
es kaum erwarten, dass das Tischgebet gesprochen war und schon verschwanden die
Brötchen Stück für Stück in den kleinen Mäulern. Ganz still wurde es am Tisch,
denn auch die Erwachsenen widmeten sich, ein wenig erschöpft, dem seltenen
Genuss.
Vati stand dann auf und ging
zum Radio.
„So, nun wollen wir mal
hören, ob für Kinder eine Sendung kommt. Dann ist das Warten nicht so lang.“
Die bekannte
Kinderstundenmelodie erklang und die Stimme des Sprechers kündigte an: „ Liebe
Kinder, nun hört ihr die schöne Geschichte von Peter Rosegger: Als ich die Christtagsfreude holen ging.“
Voller Erstaunen darüber,
was so ein kleiner Junge damals alles machen musste, wie viele Stunden er
unterwegs war, um für das Weihnachtsessen einzukaufen, mit welchen
Schwierigkeiten er fertig werden musste, ganz allein auf sich gestellt,
lauschten sie mit heißen Ohren und offenen Mündern.
Sie bemerkten nicht, dass
die Eltern nach einem kurzen Nicken in die Richtung der Tante wieder die Küche
verließen, so sehr waren sie im Bann der Geschichte.
Als Vati das Radio
ausstellte, kamen so viele Fragen, die aus den Kindermündern purzelten, doch
Tante Ira legte den Finger an die Lippen:“ Psst, wir müssen lauschen, ob wir
das Glöckchen hören und wollen doch das Christkind nicht erschrecken.“
Und dann, endlich…eine
kleine Glocke erklang und als die Kinder aufsprangen, öffneten sich die
Flügeltüren der großen Zimmer, es setzte das Vorspiel zu IHR KINDERLEIN
KOMMET auf dem Flügel ein, das nun mit
hellem Sopran von Mutti angestimmt wurde, Vati, der am Flügel saß, fiel mit
warmem Bariton ein, und Tante Ira betrat mit den Kinder , die nun das Lied mitsangen,
das hell leuchtende Weihnachtszimmer.
Ganz andächtig gingen die
Blicke zu dem wunderschön geschmückten Baum, hier hingen die kleinen Trompeten,
die Pferde und Engel, sowie Kugeln aus dem alten Bauernsilber, die alle schon
in Vatis und Tante Iras Kindheit jedes Jahr an deren Weihnachtsbaum hingen,
dann waren süße Sachen aufgehängt, kleine Äpfel und viele Kerzen, die leise
flackerten. Der große Tisch, an dem sie sonst bastelten oder Hausaufgaben
machten, war heute ganz in weiße Tischtücher gehüllt, die aber nicht glatt
auflagen, sondern kleine Berge und Täler aufwiesen und so die freudige
Erwartung der Kinder noch steigerte.
Alle setzten sich nun und
Vati las die Weihnachtsgeschichte vor.
Als nun STILLE NACHT HEILIGE
NACHT erklang, wischte sich die Tante, in Erinnerung an eigene Kindheit und
Jugend, die nicht mehr lebenden Eltern, ein paar kleine Tränen fort.
Nun waren die Kinder dran:
ihre Gedichte und Lieder, ihre selbst gebastelten Geschenke wurden voller Stolz
dargebracht.
Und endlich…endlich wurden
Tischtücher gelupft und erst noch ganz starr vor Aufregung und innerer Andacht
fielen die Blicke auf die bunten Teller, da auf eine Bommelmütze, einen Schal,
dringend benötigte Handschuhe, doch auch Angelina, die heißgeliebte Puppe
lachte vom Tisch, akkurat in die gleichen Stricksachen gehüllt, die auch für
die Puppenmutter vorgesehen waren; da kamen noch Bausteine, eine Mundharmonika
für den Großen, ein Schaukelpferd für den Jüngsten zum Vorschein, aufgefrischt
in den Farben und wieder blank glänzend.
Heiße, rot glühende Wangen, glänzende Augen, eifriges Sortieren…
Kinderglück.
Doch auch die Erwachsenen
freuten sich an ihren kleinen Geschenken und an der Freude der Kleinen.
Immer, wenn es etwas
lebhafter wurde, setzte Vati sich an den Flügel und stimmte ein neues Lied an,
ach wie viele kannten sie, hatten sie doch abends immer miteinander gesungen
und musiziert in der Adventszeit, so hatten sich die Lieder eingeprägt und aus
vollem Herzen erklangen dann auch „Alle
Jahre wieder, Oh Tannenbaum und viele
Lieder mehr.
Das Lied „Am
Weihnachtsbaume, die Lichter brennen“
war immer der musikalische Abschluss und wenn die Stelle „Zwei Engel
sind hereingetreten“ gesungen wurde, richteten sich immer die hoffnungsvollen
Augen der Kinder auf die Tür, als erwarteten sie, auch diese Engel zu sehen,
sie begrüßen zu können.
Ganz vorbei war Weihnachten
noch nicht, denn nun kam das wunderbare Essen: Kartoffelsalat mit Würstchen,
auf das sich alle schon so sehr gefreut hatten. Köstlich!
Übermüde, überglücklich
lagen spät die Kinder in ihren Betten und konnten schemenhaft vor dem Fenster
noch den Weihnachtsbaum stehen sehen; das Feuer im Ofen war erloschen, der Wind vor
den Fenstern blies ab und zu einen kalten Hauch durch die alten Fenster, so
kuschelten sie sich tief in ihre Federbetten, die Füße an die in ein Tuch
eingeschlagenen heißen Ziegelsteine geschmiegt, noch die Lieder in den Ohren,
wollten miteinander reden, doch die Müdigkeit übermannte sie und mit seligem
Lächeln lagen dann die kleinen Weihnachtsengel
in den Kissen, als die Eltern vor
dem Zubettgehen noch einmal durch das Zimmer gingen.
Von dem Kirchturm läuteten
die Glocken Weihnachten 1956 ein.
Weihnachten in der Kindheit meines Vater 1923
Sonntag
Kein #Regenbogen sondern ein Schneeeisbogen
Schneeiesbogen
Freunde, sagt mir, ich will‘s wissen,
wie heißt es, wenn Sonn‘ auf Schnee
trifft - in hellen Himmelsauen -
in dem großen Wolkensee.
Dort, wo wild die Flocken tanzen,
fangen ein das Sonnenlicht,
schimmert eine Himmelsleiter,
Farben, die die Kälte bricht.
Nein, es ist kein Regenbogen,
wie er sonst am Himmel steht,
er ist schöner, klar und leuchtend,
so voll Eis und ganz beschneet.
Ja, es ist ein Schneeeisbogen,
wie Kristall, aus Luft und Licht,
ihm nun widme ich voll Freude
dieses Namensnenngedicht.
floravonbistram 1968
Samstag
#WeltgedenktagfürverstorbeneKinder
"Weltgedenktag für verstorbene Kinder
Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren Betroffene rund um die ganze Welt um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterkette 24 Stunden die ganze Welt umringt.
Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen.
Es wärmt ein wenig das kalt gewordene Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.
Vielleicht stellt auch ihr im Dezember eine Kerze ans Fenster - zur Erinnerung an all die Kinder, die ihre Wünsche und Träume nicht mehr leben dürfen".
Diesen Text findet ihr auf so vielen Seiten im Net, das zeigt uns, wie viele Menschen um ihre Kinder immer wieder neu und unendlich viele Jahre schon trauern.
Ich trauer noch immer um 5 Kinder, die mit der heutigen Technik vielleich eine Chance gehabt hätten.
Mittwoch
#Advent #Frieden #Weihnachtsbotschaft
Ihr
Lieben,
es gibt
so viel Hass auf dieser Welt,
so viel
Elend, Kummer und Schmerz,
da
sollte es unsere höchste Aufgabe sein,
diesem
mit Liebe, Verständnis, Hilfsbereitschaft
und
auch mal mit Duldung der Dinge entgegen zu treten,
die uns
absolut nicht gefallen.
Nicht
immer nachtreten wollen,
sein
ICH als Höchstes ansehen,
nicht
Verfolgung, Vergeltung und Rache
sollte
unsere Tage bestimmen.
Keiner
weiß, wie lange er hier weilt,
keiner
weiß, was danach kommt,
es sei
denn, er trägt einen bestimmten Glauben in sich.
Frieden
erreicht man nicht
mit
lautem Umsichschlagen.
Lasst
uns darum versuchen,
immer
wieder aufs Neue
ein
kleines Licht des Friedens anzuzünden.
Glaubt
mir, mit Hass, Unfrieden und bösen Worten
machen
wir den Boden fruchtbar für ebensolches.
Ich
möchte den Boden um mich herum mit Liebe düngen,
möchte
kleine Hoffnungssetzlinge pflanzen,
dass
sie Wurzeln schlagen
und
Früchte des Friedens tragen.
Ich
weiß, dass Ihr das auch wollt und danke Euch dafür.
Eine
gesegnete Zeit wünsche ich allen von Herzen.
Eure Flora
Dienstag
#Stimmrecht #Wahlen Wusstet Ihr....???
...dass es das Stimmrecht für Frauen in der Schweiz erst seit 1971 gibt???
1971 führte die Schweiz das Frauenwahlrecht auf Bundesebene ein - als vorletztes Land in Europa (in Liechtenstein wurde es 1984 eingeführt), und lange nach der Türkei, Afghanistan oder Haiti. 66 Prozent der stimmberechtigten Männer hatten sich am 7. Februar vor 46 Jahren in einer Volksabstimmung dafür ausgesprochen.
Das Wahlrecht für Frauen hat sich im 20. Jahrhundert höchst zögerlich ausgebreitet.
1902 Australien
1906 Finnland
1913 Norwegen
1915 Dänemark, Island
1917 Kanada, Niederlande, Sowjetunion
1918 Deutschland, England, Irland, Luxemburg, USA
1919 Österreich, Polen, Schweden, Tschechoslowakei
1931 Spanien
1944 Frankreich
1946 Italien
1947 Argentinien, Bulgarien, Burma, China, Venezuela
1948 Belgien, Israel
1949 Ungarn
1952 Griechenland
1971 Schweiz
1984 Liechtenstein
Sonntag
#BadBerleburg #Sauerland II
Da ich wohl im Hochsauerland kein Netz habe, sage ich für
ein paar Tage Tschüss! Meine Tochter fährt zu einem Lehrgang in meine alte
Heimat, Bad Berleburg und das ist eine Möglichkeit, mal eben meine Kusine zu
besuchen. Es geht ihr nicht sehr gut, sie ist über 80. Zu den Gehproblemen
kommen nun auch noch die Augen, an denen sie mehrfach operiert wurde. Grüner
und grauer Star machen ihr das Leben schwer. Da ich viel Zeit meiner Kindheit
dort verbrachte und liebevoll von Großtante, Tante und Großonkel verwöhnt
wurde, hänge ich sehr an dieser meiner Herzens-Zweitfamilie und meine Kusine
(2.Grades) ist im Grunde das letzte Bindeglied. Klar habe ich auch Kontakt mit
ihren Kindern, aber das ist natürlich relativ lose. Ich freue mich, denn wer
weiß, was so geschieht
Uns begleitete Regen, Regen, Regen und dennoch...Meine
Tochter ist toll gefahren und mein Sauerland, meine alte Heimat und das
Zusammensein mit meiner 81 jährigen Kusine, schenkten mir tolle Glücksmomente.
Die Fotos der Hinfahrt haben ihren verwischten Regenreiz
und gefallen Euch vielleicht auch...trotz Scheibenwischer und ab und zu
erwischtem Spiegel
Der zweite Tag im Sauerland zeigte sich teilweise
freundlicher. So nutzte ich die Sonnenmomente, um um das Haus meiner Kusine
herum meine Kindheit zu bannen. Die Häuser jenseits der Straßenseite gab es
damals nicht. Das waren alles Wiesen und Gartengebiete, einzig das Haus
gegenüber stand schon dort, allerdings kleiner. Doch die Häuser auf
Kusinenseite entlang der Straße erinnern...da lebte die kleine Freundin, da
jener Freund...auch im Dorf waren Kinder, die mich durch die Jahre begleiteten.
Der Garten hinter dem Haus ist verändert, dem Alter geschuldet pflegeleicht.
Mehr als die Hälfte bekam der Sohn und baute sich dort ein Haus, man schaut
direkt drauf. Keine Hühner, keine Ziegen und auch kein Plumpsklo
mehr...natürlich schon sehr lange nicht mehr.
Das erste Mal war ich mit vier Jahren länger dort, dann
in vielen, vielen Ferien. Doch auch als Erwachsene kehrte ich immer wieder
dorthin zurück.
Vom Wohnzimmer und von meinem Schlafzimmer aus schaut man
auf die Eder und aus dem gemütlich plätschernden Fluss steigen auch die
Erinnerungen auf, schweben zum Wehr, zeigen unsere übermütigen Schwimmspiele,
die wagemutigen Sprünge von der alten Weide, was natürlich verboten war...zu
gefährlich. Doch es passierte zum Glück nichts. Forellen fangen und am Stock
braten...da machten auch die Erwachsenen mit. Herrliche Kindheit und Jugendzeit
im kleinen Dorf bei Bad Berleburg und in mir schon die leichte Trauer...meiner
Kusine (81) geht es gar nicht gut. Mir ihr wird wieder ein Stück Heimat
vergehen...
Freitag
#Narben #Herz-#Schmerz-#Gedichte
Das neue Buch ist da.
Da wir Schreiber oft belächelt werden, habe ich es Narben, mit Untertitel Herz-Schmerz-Gedichte genannt
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Da wir Schreiber oft belächelt werden, habe ich es Narben, mit Untertitel Herz-Schmerz-Gedichte genannt
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