so oder so
Per aspera ad astra "Non est ad astra mollis e terris via"
(Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen)
Samstag
#Schaumschläger
Ihr habt auch schon mal gelesen, dass es Leute gibt, die immer tönen, wie sehr ihnen das Schreiben ein Bedürfnis sei und wieviel Material in den Schubladen schlummert.
Also ganz ehrlich, bei einigen Sprüchemachern ist das nur Schaumschlägerei.
Früher war es wirklich schwer, mal etwas öffentlich zu machen. Aber heute? Im Zeitalter des Internet, der Homepages, der eigenen Buchgestaltungsmöglichkeiten...kein Thema mehr, wenn man einfach nur teilnehmen lassen möchte, an dem, was man so schreibt.
Doch bei oben benannten bleibt es bei dem Namen...sie tönen nur herum und kritisieren andere nach Strich und Faden, zeigen sich erhaben, betilteln vieles als Kitsch und Säuselei...sollen sie doch vor der eigenen Türe kehren oder Besseres zeigen.
Aber nein, da dümpelt es nur...
Wer schreiben mag, soll schreiben, wie es ihm einfällt und sich nicht dran stören, was die ewigen Meckerfritzen- und Lotten so von sich geben.
Vielleicht werden Eure Enkel, Urenkel und spätere Nachfahren dankbar sein, mal etwas von Euch zu lesen.
Ich hatte das Glück, dass in meiner Sippe immer schon viel aufgeschrieben wurde. So kann ich mich in andere Zeiten versetzen und kann das Leben meiner Vorfahren ein wenig nachempfinden.
Dienstag
#ChristineKaufmann
28.03.17
Christine Kaufmann ist von der großen Bühne abgetreten..
ich bin froh, dass sie, da sie keine Patientenverfügung hatte,
nun nicht mehr ewig leiden muss.
Letzter Rosengruß für das Rosenresli meiner Kindheit,
die mich auch mit weiteren Filmen begleitete...
Sie wurde von ihrer ehrgeizigen Mutter zum Kinderstar gemacht,
drehte einen Film nach dem anderen.
Auch als Heranwachsende spielte sie in den 50er und 60er Jahren
in vielen beliebten Filmen mit,
lernte Toni Curtis bei Dreharbeiten zu Taras Bulba kennen,
hat diesen Hollywood-Star mit 17 Jahren geheiratet,
die Schauspielerei zeitweise aufgegeben,
zwei Kinder bekommen und später auch ein wenig gedreht, ohne große Erfolge.
Nach der Scheidung wieder in Deutschland
war sie begehrte Schauspielerin für Fernsehen und Bühne,
drehte z.B. mit Rainer Werner Fassbinder,
Rolf von Sydow,
Werner Schroeter
Nach ihrer Ehe mit Curtis war sie noch dreimal verheiratet –
mit dem Fernsehregisseur Achim Lenz (1974–1976),
mit dem Musiker und Schauspieler Reno Eckstein (1979–1982)
sowie mit dem Zeichner Klaus Zey (1997–2011, Trennung 2010
Sie schrieb Bücher, entwickelte eine Kosmetikserie
drehte einen Film nach dem anderen.
Auch als Heranwachsende spielte sie in den 50er und 60er Jahren
in vielen beliebten Filmen mit,
lernte Toni Curtis bei Dreharbeiten zu Taras Bulba kennen,
hat diesen Hollywood-Star mit 17 Jahren geheiratet,
die Schauspielerei zeitweise aufgegeben,
zwei Kinder bekommen und später auch ein wenig gedreht, ohne große Erfolge.
Nach der Scheidung wieder in Deutschland
war sie begehrte Schauspielerin für Fernsehen und Bühne,
drehte z.B. mit Rainer Werner Fassbinder,
Rolf von Sydow,
Werner Schroeter
Nach ihrer Ehe mit Curtis war sie noch dreimal verheiratet –
mit dem Fernsehregisseur Achim Lenz (1974–1976),
mit dem Musiker und Schauspieler Reno Eckstein (1979–1982)
sowie mit dem Zeichner Klaus Zey (1997–2011, Trennung 2010
Sie schrieb Bücher, entwickelte eine Kosmetikserie
Als ich vor drei Tagen erfuhr, dass Christine Kaufmann im Koma liegt,
war ich schon sehr bewegt, war sie doch ein wenig
Kindheit- und Jugendbegleiterin für mich
. Noch bewegter dann, als ich am darauf folgenden Tag ein Interview von ihr sah,
aufgenommen im Januar.
war ich schon sehr bewegt, war sie doch ein wenig
Kindheit- und Jugendbegleiterin für mich
. Noch bewegter dann, als ich am darauf folgenden Tag ein Interview von ihr sah,
aufgenommen im Januar.
Eine, wie immer vitale Frau, klar im Denken und im Ausdruck ihrer Wünsche,
eine Frau, die von sich sagte, sie war nicht immer eine gute Mutter.
Sie wusste es nicht besser – damals -.
eine Frau, die von sich sagte, sie war nicht immer eine gute Mutter.
Sie wusste es nicht besser – damals -.
„Ich will Ende des Jahres keine Bühnenauftritte mehr.“
„Nein?, nirgendwo mehr?“
„Nein! Ich möchte verschwinden.“
„Nein?, nirgendwo mehr?“
„Nein! Ich möchte verschwinden.“
„Meine Verwandten sind alle recht fidel und vital gestorben, ganz ohne Siechtum. Das wünsche ich mir auch, egal wie lange es noch dauern mag.“
Es dauerte nicht lange. Ein Segen für sie selbst.
Montag
Die Neu-Gier
gepaart mit mal Bosheit, mal Intrigantentum, mal mit Lüge, mal....
Es gibt so viele Nennungen.
Ich danke Euch auch hier für das Annehmen des neuen, nun schon 1 Jahr alten Blogs unter anderem Namen.
Diejenigen, die ihn noch nicht gefunden haben, müssen mir nur eine Mail schicken...
Dass ich vor Nachstellungen nach wie vor nicht gefeit bin, zeigt mal wieder die Besucherliste auf dem ST-Account.
Es gibt so viele Nennungen.
Ich danke Euch auch hier für das Annehmen des neuen, nun schon 1 Jahr alten Blogs unter anderem Namen.
Diejenigen, die ihn noch nicht gefunden haben, müssen mir nur eine Mail schicken...
Dass ich vor Nachstellungen nach wie vor nicht gefeit bin, zeigt mal wieder die Besucherliste auf dem ST-Account.
Freitag
#Holocaust -Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Bahnsteig des Leids
Eine kleine Puppe
verschmutzt und zerfetzt
am Bahnsteig der Züge des Leids
Ein brauner Koffer
mit Namensschild dran
am Bahnsteig der Züge des Leids
Ein grauer Hut
zertreten, verdreckt
am Bahnsteig der Züge des Leids
Ein ängstlicher Mensch
gestoßen, geschlagen
am Bahnsteig der Züge des Leids
Die grauen Schornsteine
sind Wegweiser hier
am Bahnsteig der Züge des Leids
Die Puppe
der Koffer
der Hut
und der Mensch
verwehten im Winde der Zeit
Doch die Schornsteine bleiben
in steter Erinnerung
auch der Bahnsteig der Züge des Leids
#Hildesheimer-Lesezeichen
Hallo Ihr Lieben,
Ihr könnt meine Freude vielleicht mit mir teilen.
In Hildesheim werden alle paar Jahre öffentliche Gebäude mit ausgewählter Literatur beflaggt. Große Banner werden aufgehängt.
Den Link dazu hänge ich an.
Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, war ich 2014 unter den Preisträgern Gedichte und genau dieses Gedicht kommt nun mit auf die Banner.
Heute bekam ich diese Mail:
Sehr geehrte Frau Flora von Bistram,
wie bereits angekündigt sind wir nun soweit, die schönsten Wettbewerbsbeiträge des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs 2014 "Was mir heilig ist" in Form von Gedichtbannern inmitten der Stadt im öffentlichen Raum noch einmal zu würdigen.
Ihr Preisträger-Gedicht "Trauert nicht" ist von unserer Findungsredaktion ebenfalls als Lesezeichen-Gedicht ausgewählt worden. Ich hoffe, das freut Sie!
Das Lesezeichen-Projekt dient der Suche nach neuen Wegen der Leseförderung und Literaturvermittlung. Die Installation der Lesezeichen-Gedichtbanner an prominenten Gebäuden und Plätzen in der Stadt zählt zu den herausragenden Kulturformaten in Hildesheim und findet sowohl regionale wie überregionale Beachtung.
Durch das Zusammenspiel von Ort und Wort geben wir der Kunst des Wortes - gerade auch im digitalen Zeitalter - ihre Einmaligkeit zurück.
Projektpartner sind hier u.a. die Evangelische Kirche, die katholische Kirche, die Deutsche Bahn AG und der Hildesheimer Stadtverkehr. Das Projekt steht unter dem Motto "Hier stehe ich..." und nimmt auf literarische Weise Bezug auf das 500jährige Luther-Jubiläum.
Die Montage der neuen Gedicht-Banner wird Ende April / Anfang Mai 2017 erfolgen.
Zum Projekt wird es u.a. einen Stadtführer (als Faltblatt) geben, mit dem wir alle Autoren und Lesezeichen-Orte vorstellen sowie eine Webseite unter www.hildesheimer-lesezeichen.de, welche ausführliche Informationen zum Projekt allen Interessierten zur Verfügung stellt.
Donnerstag
#Intrigant/in
Kennt nicht jeder von uns solche Menschen?
Um sich gut darzustellen, schrecken sie vor keiner Bosheit und Lüge zurück. Und auch nach Jahren geben sie keine Ruhe. Haben sie sich auf einen Menschen eingeschossen, werden sie ihn und jede seiner Bewegung nach Möglichkeit weiter beschnüffeln, um ihr schmutziges Tun belegen zu können. Da ist ihnen jedes Mittel recht.
"So erkennt man ihn/sie: Vordergründig ist dieser Mensch nett und harmlos, aber seinen Ehrgeiz sollte man nicht unterschätzen. Er will ganz nach oben, Wichtigkeit erlangen - und wenn ihn seine Stärken nicht dorthin bringen, dann eben die Schwächen der anderen. Die erwähnt er gerne mal im Gespräch mit dem Chef/bei Kollegen/in Foren - je schmutziger die Gerüchte, desto lieber sind sie ihm.
So verhält man sich in seiner Nähe: Jeden privaten Kontakt meiden und so wenig Information von sich preisgeben wie möglich - er verwendet alles gegen Sie."
http://www.sueddeutsche.de/karriere/kleine-typologie-der-kollegen-vorsicht-diva-im-buerostuhl-1.21704-6
Montag
#Nestlé und #Wassernutzungsrechte
Ich weiß nicht, ob ich mehr wütend, sauer, traurig oder hilflos bin...Bitte denkt darüber nach, was diese Groß(kotz)firmen mit den Menschen machen.
Tom Scharf schreibt u.a.:
"Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht! In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen.
In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat.
Nestlé erwirbt also Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!
Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige. "
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hier nur mal ein paar Wassermarken, Wasser, das (zum Teil) durstenden Völkern weggenommen wird
Nestle verkauft unter diesen Namen (kleiner Ausschnitt):
http://www.nestle.de/unternehmen/struktur/marken
Tom Scharf schreibt u.a.:
"Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht! In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen.
In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat.
Nestlé erwirbt also Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!
Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige. "
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hier nur mal ein paar Wassermarken, Wasser, das (zum Teil) durstenden Völkern weggenommen wird
Nestle verkauft unter diesen Namen (kleiner Ausschnitt):
http://www.nestle.de/unternehmen/struktur/marken
Freitag
#Frieden
Fülle dein Herz mit Frieden
Mit uns selbst und den Mitmenschen im Frieden zu leben
ist das Schwerste, was wir von uns verlangen können.
Ist der Kopf voller Misstrauen und Egoismus
finden das Herz, die Seele niemals Wege zum Miteinander.
Frieden fängt an, wo Hass, Neid und Gier aufhören.
Veränderung schafft man nicht mit Gewalt,
sondern mit dem Herzen.
Fülle dein Herz mit Frieden.
Atem holen in der Stille,
eins werden mit der Natur, dem Ganzen.
Beuge dich nicht dem täglichen Kleinkrieg,
der Hass sät und gründet.
Gewalt im eigenen Inneren
wird Niemandem Frieden bringen,
also müssen wir uns frei machen von Egoismus,
denn der schafft die Grundlage
für alle niederen Instinkte
und macht gefühllos für das Leid
und den Schmerz der Anderen.
Fülle dein Herz mit Frieden.
Lasst uns allem
mit Ehrfurcht und Akzeptanz begegnen,
was schwach und verletzlich ist,
aber auch dem,
der mehr Stärke hat als wir,
wir müssen uns verbünden.
Schau hin und sieh alles,
was glücklich machen kann.
Es wird keinen Frieden geben,
wenn wir nicht bereit sind,
den ersten Schritt zu machen,
die Hand zu reichen,
darum fülle dein Herz mit Frieden.
FvB2002
Samstag
Alle Jahre wieder
Ganz kribbelig sind die
Kinder schon.
Der Vormittag war ganz dem
Aufräumen gewidmet, das Kinderzimmer musste glänzen, denn es sollte dort heute
das Christkind einziehen. Nun saßen sie
mit der lieben Tante Ira in der großen Wohnküche und spielten Mensch Ärger Dich
Nicht. Vati war eben erst von der Arbeit gekommen und im Schlafzimmer
verschwunden. Durch das Schlafzimmer kam man in das Kinderzimmer. So war das damals in den großen alten
Häusern, in denen nun eine Etage für 3 Familien reichen musste, in der sich früher die Schlafräume der
„Herrschaften“ befanden.
Der Herd bollerte und
grummelte, das Wasser im Schiffchen zischte leise vor sich hin. An den Fenstern
wuchsen die Eisblumen und verzauberten den Raum, der mit ein wenig Tannengrün
und selbst gebastelten Sternen schon
sehr behaglich war.
Kein Geräusch drang aus dem
Zimmer nebenan und schon gar nicht aus dem dahinter liegenden.
„Oh. wann kommt denn nur
endlich das Christkind?“ Martin sprach aus, was auch die Geschwister bewegte.
„Wenn die Glocke läutet“, sagte
Tante Ira, „doch das dauert noch eine ganze Weile.
„Aber warum kommen Vati und
Mutti da gar nicht mehr raus?“
„Nun, sie müssen doch dem
Christkind helfen, denkst du denn, das kann bei allen Menschen alles alleine
machen?“
„Aber es hat doch die Engel
und Zwerge als Helfer.“
„Ja sicher, doch die Eltern
müssen dann schon aufpassen, dass auch kein bisschen vergessen wird.“
Da, Schritte! Alle Augen
klebten an der Tür, alle Ohren waren gespitzt, war schon der zarte Glockenton
zu hören, an den die Größeren sich noch erinnerten? ...Nein, nur Vati und Mutti
kamen rein und sahen gar nicht so aus, als hätten sie das Christkind schon
gesehen.
„Ist das Christkind schon
da?“ Alle waren gespannt auf die Antwort, doch Vati schüttelte nur den Kopf.
„Ich habe euch doch gesagt, dass es sich nicht blicken lässt, solange Menschen
im Zimmer sind, wir mussten nur den Flügel richtig hinstellen, damit wir auch
singen können, wenn es soweit ist. Jetzt essen wir erst mal etwas.“
Die Aufregung war aber so
groß, dass die Kinder wie aus einem Mund riefen:“…keinen Hunger!“
Doch als Mutti dann aus dem
Abstellraum den großen Teller mit den belegten Brötchen hervor holte, lief den
Kindern das Wasser im Munde zusammen. „Brötchen!“ „Mit Kochschinken!“ „Aufgeklappt!“
So ein Festmahl, sie konnten
es kaum erwarten, dass das Tischgebet gesprochen war und schon verschwanden die
Brötchen Stück für Stück in den kleinen Mäulern. Ganz still wurde es am Tisch,
denn auch die Erwachsenen widmeten sich, ein wenig erschöpft, dem seltenen
Genuss.
Vati stand dann auf und ging
zum Radio.
„So, nun wollen wir mal
hören, ob für Kinder eine Sendung kommt. Dann ist das Warten nicht so lang.“
Die bekannte
Kinderstundenmelodie erklang und die Stimme des Sprechers kündigte an: „ Liebe
Kinder, nun hört ihr die schöne Geschichte von Peter Rosegger: Als ich die Christtagsfreude holen ging.“
Voller Erstaunen darüber,
was so ein kleiner Junge damals alles machen musste, wie viele Stunden er
unterwegs war, um für das Weihnachtsessen einzukaufen, mit welchen
Schwierigkeiten er fertig werden musste, ganz allein auf sich gestellt,
lauschten sie mit heißen Ohren und offenen Mündern.
Sie bemerkten nicht, dass
die Eltern nach einem kurzen Nicken in die Richtung der Tante wieder die Küche
verließen, so sehr waren sie im Bann der Geschichte.
Als Vati das Radio
ausstellte, kamen so viele Fragen, die aus den Kindermündern purzelten, doch
Tante Ira legte den Finger an die Lippen:“ Psst, wir müssen lauschen, ob wir
das Glöckchen hören und wollen doch das Christkind nicht erschrecken.“
Und dann, endlich…eine
kleine Glocke erklang und als die Kinder aufsprangen, öffneten sich die
Flügeltüren der großen Zimmer, es setzte das Vorspiel zu IHR KINDERLEIN
KOMMET auf dem Flügel ein, das nun mit
hellem Sopran von Mutti angestimmt wurde, Vati, der am Flügel saß, fiel mit
warmem Bariton ein, und Tante Ira betrat mit den Kinder , die nun das Lied mitsangen,
das hell leuchtende Weihnachtszimmer.
Ganz andächtig gingen die
Blicke zu dem wunderschön geschmückten Baum, hier hingen die kleinen Trompeten,
die Pferde und Engel, sowie Kugeln aus dem alten Bauernsilber, die alle schon
in Vatis und Tante Iras Kindheit jedes Jahr an deren Weihnachtsbaum hingen,
dann waren süße Sachen aufgehängt, kleine Äpfel und viele Kerzen, die leise
flackerten. Der große Tisch, an dem sie sonst bastelten oder Hausaufgaben
machten, war heute ganz in weiße Tischtücher gehüllt, die aber nicht glatt
auflagen, sondern kleine Berge und Täler aufwiesen und so die freudige
Erwartung der Kinder noch steigerte.
Alle setzten sich nun und
Vati las die Weihnachtsgeschichte vor.
Als nun STILLE NACHT HEILIGE
NACHT erklang, wischte sich die Tante, in Erinnerung an eigene Kindheit und
Jugend, die nicht mehr lebenden Eltern, ein paar kleine Tränen fort.
Nun waren die Kinder dran:
ihre Gedichte und Lieder, ihre selbst gebastelten Geschenke wurden voller Stolz
dargebracht.
Und endlich…endlich wurden
Tischtücher gelupft und erst noch ganz starr vor Aufregung und innerer Andacht
fielen die Blicke auf die bunten Teller, da auf eine Bommelmütze, einen Schal,
dringend benötigte Handschuhe, doch auch Angelina, die heißgeliebte Puppe
lachte vom Tisch, akkurat in die gleichen Stricksachen gehüllt, die auch für
die Puppenmutter vorgesehen waren; da kamen noch Bausteine, eine Mundharmonika
für den Großen, ein Schaukelpferd für den Jüngsten zum Vorschein, aufgefrischt
in den Farben und wieder blank glänzend.
Heiße, rot glühende Wangen, glänzende Augen, eifriges Sortieren…
Kinderglück.
Doch auch die Erwachsenen
freuten sich an ihren kleinen Geschenken und an der Freude der Kleinen.
Immer, wenn es etwas
lebhafter wurde, setzte Vati sich an den Flügel und stimmte ein neues Lied an,
ach wie viele kannten sie, hatten sie doch abends immer miteinander gesungen
und musiziert in der Adventszeit, so hatten sich die Lieder eingeprägt und aus
vollem Herzen erklangen dann auch „Alle
Jahre wieder, Oh Tannenbaum und viele
Lieder mehr.
Das Lied „Am
Weihnachtsbaume, die Lichter brennen“
war immer der musikalische Abschluss und wenn die Stelle „Zwei Engel
sind hereingetreten“ gesungen wurde, richteten sich immer die hoffnungsvollen
Augen der Kinder auf die Tür, als erwarteten sie, auch diese Engel zu sehen,
sie begrüßen zu können.
Ganz vorbei war Weihnachten
noch nicht, denn nun kam das wunderbare Essen: Kartoffelsalat mit Würstchen,
auf das sich alle schon so sehr gefreut hatten. Köstlich!
Übermüde, überglücklich
lagen spät die Kinder in ihren Betten und konnten schemenhaft vor dem Fenster
noch den Weihnachtsbaum stehen sehen; das Feuer im Ofen war erloschen, der Wind vor
den Fenstern blies ab und zu einen kalten Hauch durch die alten Fenster, so
kuschelten sie sich tief in ihre Federbetten, die Füße an die in ein Tuch
eingeschlagenen heißen Ziegelsteine geschmiegt, noch die Lieder in den Ohren,
wollten miteinander reden, doch die Müdigkeit übermannte sie und mit seligem
Lächeln lagen dann die kleinen Weihnachtsengel
in den Kissen, als die Eltern vor
dem Zubettgehen noch einmal durch das Zimmer gingen.
Von dem Kirchturm läuteten
die Glocken Weihnachten 1956 ein.
Weihnachten 1924 bei meiner Großmutter.
Großvater starb 1922, mein Vater war 5 Jahre alt
Dienstag
#Breitscheidplatz #Berlin
Ein fürchterliches Geschehen erschüttert Deutschland.
Tote und Verletzte...
Die Netzwerke sind voller Anschuldigungen und Hassparolen.
Ich flehe Euch an!
Stoppt doch einmal nur für einen Tag die Schuldzuweisungen und politischen Beschimpfungen.
Lasst uns einfach nur trauern, trauern mit den Menschen, denen ein Angehöriger für immer entrissen oder schwer verletzt wurde. Lasst unsere Gedanken Liebe auf sie schütten, um ihnen ein wenig Beistand zu sein.
Wütend, geschockt sind wir und laut werden können wir noch immer. Ein Begreifen solcher Taten gibt es nach unserem Verständnis ohnehin nicht.
Freitag
#Leonhard Cohen - Danke
"Cohen war Schriftsteller, bevor er sich hauptberuflich der Musik zuwandte. Mit Songs wie Suzanne, so long Marianne,Hallelujah und vielen vielen anderen Songs, die er auch für Kollegen schrieb, wurde er weltberühmt und inspirierte über Jahrzehnte andere Künstler.Noch im Oktober hatte er ein neues - und gefeiertes - Album veröffentlicht.In seinem letzten Interview mit dem Magazin New Yorker sagte Cohen: "Ich bin bereit, zu sterben."
50 Jahre Titelseiten mit LEONARD COHEN in Deutschland: Den Anfang machte das SOUNDS Magazin vor 50 Jahren 1976:
http://blog.leonardcohen.de/?p=2125
http://www.sueddeutsche.de/kultur/neues-album-you-want-it-darker-leonard-cohen-singt-sein-letztes-liebeslied-1.3219956
Wenn ich überhaupt jemals Fan von irgendetwas oder irgendjemandem gewesen sein sollte, dann von ihm.
Seit den Anfang- 70ern begleiten mich seine Lieder.
Ich lernte ihn kennen, weil mein damaliger Mann eine Konzertagentur in Hannover betrieb (und vor 1974 noch bei Steiner Hannover angestellt war)
Danke Leonhard Cohen für so viele Jahre mit wirklich hörenswerten Liedern.
Donnerstag
Mittwoch
#Präsidentenwahl 9.11.2016
Ist der 9.11. generell ein besonderer Schicksals- oder Ereignistag?
Wikipedia:
Auf den 9. November fällt eine Reihe von Ereignissen, die für die deutsche Geschichte als politische Wendepunkte mit teilweise auch internationalen Auswirkungen gelten. Als besonders gravierend für die zeitgenössische öffentliche Diskussion in der rückwirkenden Betrachtung gelten dabei – beginnend in der jüngeren Vergangenheit – die Jahrestage des Mauerfalls 1989, des Beginns der Novemberpogrome 1938, des Hitler-Ludendorff-Putsches 1923 und der Novemberrevolution 1918 (Ausrufung einer deutschen Republik) in der damaligen Reichshauptstadt Berlin. Diese historischen „Schlaglichter“ des deutschen Nationalstaats seit 1871 in je unterschiedlichem Kontext bilden in der Zusammenschau und der Rezeption im Verhältnis zueinander inhaltlich und ideologisch gegensätzliche und polarisierende Höhepunkte der historisch-politischen Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands, insbesondere derjenigen des 20. Jahrhunderts.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von verschiedenen Historikern und Journalisten für dieses Tagesdatum der Ausdruck Schicksalstag geprägt, der aber erst nach den Ereignissen vom Herbst 1989 weitere Verbreitung fand.
In mahnender Erinnerung an die Novemberpogrome des NS-Regimes gegen die deutschen Juden im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
9. November 1313: In der Schlacht von Gammelsdorf
9. November 1848 – standrechtliche Hinrichtung von Robert Blum
- 9. November 1914 – Untergang der SMS Emden
- 9. November 1923 – Hitler-Ludendorff-Putsch in München
- 9. November 1925: Hitler ordnet die Gründung der Schutzstaffel (SS) an.
- 9. November 1936: In der Nacht vom 9. zum 10. November entfernen die Nationalsozialisten das Denkmal des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy vor dem Leipziger Gewandhaus.
- 9. November 1938 – Scheitelpunkt der Novemberpogrome
- 9. November 1948: Der Berliner Oberbürgermeister Ernst Reuter hält während der Berlin-Blockade eine Rede vor der Ruine des Reichstagsgebäudes
- 9. November 1955: Das deutsche Bundesverfassungsgericht urteilt, dass in Deutschland lebende Österreicher, die mit dem Anschluss 1938 die deutsche Staatsbürgerschaftbekamen, diese mit der Souveränität Österreichs wieder verloren haben.
- 9. November 1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren, der zum Symbol der 68er-Bewegung werden wird.
- 9. November 1969: Die linksradikale Organisation Tupamaros West-Berlin platziert eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin.
- 9. November 1974: Nach 58 Tagen Hungerstreik stirbt RAF-Mitglied Holger Meins in der Justizvollzugsanstalt Wittlich.
- 9. November 1989 – Mauerfall:
- 9. November 1938 wurde als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990) jedoch der 3. Oktober zum gesetzlichen Feiertag bestimmt.
Donnerstag
#Neugier
Ob im ST (der es direkt anzeigt)
oder andernorts
(da sprechen die angezeigten Daten Bände)
...die Neugier lässt sie nicht ruhen.
Das Schnüffeln liegt ihr einfach im Blut
und ihr unverschämtes Mundwerk
spuckt weiterhin Lügen aus.
Auch wenn sie meint, es sind engste Freude,
bei denen sie sich "erbricht"
sie irrt sich sehr.
Die Links und Snippings sind bei Pingu zu finden
Neugierde wird aus Eifersucht geboren. (Moliere)
Samstag
#Zeit
Wie schnell vergeht die Zeit
und deckt einen sanften Schleier über Geschehenes.
Wir lernen auch nach schwerstem Erleben
wieder mit der Zeit zu marschieren
und ab und zu vergessen wir.
Doch es reicht ein Moment, ein Geruch, ein Geräusch,
ein Bild oder ein anderer Mensch..
dann steht alles wieder greifbar nah vor uns.
Ich denke an die vielen Wegbegleiter,
die nun schon nicht mehr unter uns weilen.
Es werden immer mehr und eines Tages
sind wir die, die der Welt ein Ade zuwinken.
Füllen wir die Zeit, die uns bleibt,
mit dem, was uns schon immer interessierte,
für das wir vielleicht früher keine Zeit hatten.
Genießen wir jeden Tag und halten die Erinnerungen
im frohen Bereich fest und
schieben alles, was uns nie gut tat
in die Gruben des Vergessens.
Zwei Menschen sind gegangen.
Hatsch, Du hättest heute Geburtstag,
ich denke, Du feierst mit Fritz,
der Dir in diesem Jahr gefolgt ist.
Ihr fehlt









