so oder so


Per aspera ad astra "Non est ad astra mollis e terris via"

(Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen)


Donnerstag

Im Moment wird überall

an den 1. Weltkrieg gedacht. Vor 100 Jahren begann er. Meine Groß- und Urgroßeltern beider Seiten lebten mit ihren Familien zu dieser Zeit in West- und Ostpreußen, sowie dem Baltikum.
Meines Vaters Vater führte die Familienchronik und schrieb immer mal wieder Begebenheiten dort ein. So erfuhr ich schon sehr früh, dass mein Vater im sogenannten Steckrübenwinter geboren wurde, denn seine Geburt fand am 1.1.1917 im Hungerwinter statt.
Überall regierte der Hunger, allerdings hatten die ländlichen Gebiete immer ein wenig mehr Nahrungsmittel zur Verfügung. Es wurde schwarz geschlachtet und eingemacht, getrocknet und verwurstet, Kräuter gesammelt und auch Gemüse wurde eingekellert.
Diese Keller waren tiefe Gruben, die mit Holz befestigt wurden. Oft richtige Schächte, gerne auch außerhalb der Häuser, damit nichts eventuellen Plünderern in die Hände fiel. Im Winter Eiskammern, im Sommer Kühlschränke, denn tief in der kühlen Erde hielten die Nahrungsmittel lange.

 1919/20 verließ ein Großteil unserer Familien die Ländereien, da sie nicht bereit waren für Polen, bzw für Russland zu voten.