so oder so


Per aspera ad astra "Non est ad astra mollis e terris via"

(Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen)


Donnerstag

#HildesheimerLesezeichen

Nun geht es los!

Sehr geehrte Frau von Bistram,

auf diesem Wege wollen wir Sie - wie angekündigt - über den aktuellen Stand der Realisierung unseres Lesezeichen-Projektes 2017 informieren.

Nach Ostern beginnen wir mit Druck und Montage der fast 100 Lesezeichen-Banner; bis zum 5. Mai d.J. sollen die Montagearbeiten in der Stadt abgeschlossen sein.

Alle Informationen zum Projekt können Sie auch von der Webseite www.hildesheimer-lesezeichen.de abrufen. Sie finden dort auch eine interaktive Stadtkarte und ein Verzeichnis aller teilnehmenden Autoren und ihrer Texte.

Zum Projekt wird es auch eine Stadtführer-Programmbroschüre geben, die wir großflächig in der gesamten Region Hildesheim verteilen.

Dieses bundesweit einzigartige Kulturformat findet aber auch überregional sehr viel Resonanz. Anbei senden wir Ihnen deshalb eine Pressemitteilung, die Sie selber gerne auch an Ihre örtlichen Medien, Zeitungen oder Internetportale (mit dem Hinweis, dass Sie hier als Autorin mit einem Lesezeichen vertreten sind) weiterleiten können.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Osterfeiertage und weiterhin eine schöne Frühlingszeit.

Mit herzlichen Grüßen
aus Hildesheim

Marisa Berg

--
Redaktion: Hildesheimer Lesezeichen
Forum-Literaturbüro e.V.
www.forum-literatur.de











Montag

#Hildesheimer-Lesezeichen



und mein Gedicht aus dem 2014er Wettbewerb ist dabei.

http://www.hildesheimer-lesezeichen.de/

Ausschnitt aus dem Begrüßungsschreiben

„Ein gutes Gedicht trifft genau den Zeitgeist und geht zugleich über ihn hinaus, weit über ihn hinaus, denn das ist sein Antrieb und unergründlicher Götterfunken“
(Jo Köhler, Hildesheimer Dichter und Kulturinitiator)

Herzlich willkommen


zu diesem ungewöhnlichen und bundesweit einzigartigen Kunst- und Literaturprojekt hier bei uns in Hildesheim.

Fast 100 Gedichte von 49 Autoren aus aller Welt an 30 verschiedenen Standorten in Hildesheim verwandeln Straßen und Plätze für 6 Monate von Mai bis Oktober 2017 zu Orten der Poesie. 

Mit den monumentalen Lesezeichen – am Hauptbahnhof, an Kirchen, Bushaltestellen, Fußgängerzone, Einkaufspassagen, Kino und Theater - gehen wir neue Wege der Literaturvermittlung, holen die Kunst des Wortes zwischen verstaubten Buchdeckeln hervor und setzen sie ins Freie, ins Offene, mitten in der Stadt. 

Die Lyrik-Installationen laden die Besucher der Innenstadt zu einer Entdeckungsreise durch die zeitgenössische Lyrik ein. Jeder Ort hat seinen eigenen Seelenzustand und wenn man ihn betritt geht er auf einen über, so ist es auch mit dem Lesen und Auflesen von Gedichten.

Es ist die ungewöhnliche Verknüpfung von Ort und Wort, das Verweben des lyrischen Textes mit dem täglichen Leben, das Unerwartete, das Überraschungsmoment der plötzlichen Konfrontation mit zeitgenössischen Gedichten im öffentlichen Raum, die für den Leser Bedeutung hat. 

Poesie als vitale Quelle der Kreativität überschreitet hier die Grenzen eingefahrener Bahnen und nimmt im urbanen Kontext unmittelbar Stellung zur Situation und Wahrnehmung des jeweiligen Betrachters. 

49 Dichter und Dichterinnen aus 9 Nationen - Deutschland, Österreich, Ukraine, Russland, Frankreich, Italien, Ungarn, Schweiz und Nigeria - vom noch unbekannten 18jährigen Autor bis zum Großschriftsteller und Literaturnobelpreisträger sind hier mit eigenen Werken vertreten; darunter auch viele Preisträger des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs. 



http://www.forum-literatur.de/index.php?hinweisl=1&&fenster=jubi.php&&titel=Jubil%E4um&&klein=



Freitag

Das Lied von #Theresienstadt


Wir sind hier 40.000 Juden,
Es waren viel mehr an diesem Ort,
Und die wir nicht nach Polen verluden,
Die trugen wir in Särgen fort.
Und in den Höfen der Kasernen,
Da stehen wir abends sehnsuchtsbang,
Und blicken zu den ewgen Sternen,
Hinauf und fühlen erst den Zwang.
Die Freiheit wohnt im Sternenraume
und nicht in den Kasernenblocks,
Und nachts, da flüstern wir im Traume:
Wie lange noch, wie lange noch...

Oh, Merk Dirs, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt!

Wir kämpfen um das nackte Leben,
Und jeder Tag bringt neue Not,
Den Stolz, den darf es hier nicht geben,
man bettelt um ein Stückchen Brot.
Früher hätte man das nicht machen dürfen,
Die Suppe holen im Blechgeschirr
Und ohne Löffel gierig schlürfen,
Hier heißt es: Friß oder krepier!
Und demaskiert zeigt sich das Elend
Im Antlitz jeder Kreatur,
Verfehlend, quälend, manchmal stehlend,
denn hier regiert die Ich-Natur.

Oh, merk Dirs, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

Und wo wir wohnen, ists nicht helle,
Nur Hoffnung leuchtet uns voran,
Hier hatten Pferde ihre Ställe,
Dort schlafen heute 60 Mann.
Die Wangen eingefallen und mager,
Von Sehnsucht wird man hier nicht fett,
so liegt man nachts auf seinem Lager,
Und träumt vom Bett im Kavalett.
Den Schmerz, den tapfer man verbissen
Bei Tag, wenn grell die Sonne scheint,
Der hat uns oft das Herz zerrissen
In Nächten , wo man einsam weint.

Oh, merk Dirs, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

Die Stadt der Kinder und der Greise,
Die einen unserer Hoffnung Keim,
Die anderen, die entschlafen leise
Und kehren zu den Vätern heim.
Es holt der Tod, der schwarze Ritter,
Ein Kind, es ist ihm einerlei,
Dann geht durch alle anderen Mütter,
ein langgedehnter Schmerzensschrei.
Die Männer, die sonst nichts bedauern,
Die noch so abgehärtet sind,
Sie fühln im Herzen ein Erschauern,
Ein Schrei der Mutter nach dem Kind.

Oh, merk Dir's, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

So leben wir, im „Muster“-Ghetto hausend,
Ein Schicksal hält uns alle fest.
Wir Juden hier, die 40.000
Sind von Millionen noch der Rest.
Wir haben Kummer, haben Sorgen,
Und viele Schmerzen haben wir noch,
Wir leben hier von heut auf Morgen
Aber wir leben schließlich doch.
Man konnte hier uns vieles rauben,
das Schicksal hat uns hergeführt,
Doch eins behielten wir: den Glauben,
Daß es noch einmal anders wird.
Oh, merks Dir, Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.

Und wird es einmal anders werden,
Sind Mühsal und Beschwerden aus,
Wird wieder Frieden sein auf Erden,
Dann singe ich mein Lied zu Haus.

Doch will's das Schicksal anders haben,
Erlebe ich die Freiheit nicht,
Und werde ich auch hier begraben,
Wird weiterleben mein Gedicht.
Und wenn die Jahre dann verrinnen,
Für euch voll sorgenlosem Glück,
Könnt ihr euch einmal dann besinnen,
Und denkt an jene Zeit zurück,

Dann sing, oh Bruder, Kamerad,
Das Liedchen von Theresienstadt.





Text: Walter Lindenbaum

Walter Lindenbaum wurde 1943 mit seiner Familie in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Er wurde am 28. September 1944 nach Auschwitz überstellt und kam von dort mit einem Evakuierungstransport in das KZ Buchenwald, wo er am 20. Februar 1945 umkam. Seine Frau Rahel und seine Tochter Ruth wurden in Auschwitz-Birkenau ermordet.


Samstag

#Unrecht


#Schaumschläger



Ihr habt auch schon mal gelesen, dass es Leute gibt, die immer tönen, wie sehr ihnen das Schreiben ein Bedürfnis sei und wieviel Material in den Schubladen schlummert.
Also ganz ehrlich, bei einigen Sprüchemachern ist das nur Schaumschlägerei.
Früher war es wirklich schwer, mal etwas öffentlich zu machen. Aber heute? Im Zeitalter des Internet, der Homepages, der eigenen Buchgestaltungsmöglichkeiten...kein Thema mehr, wenn man einfach nur teilnehmen lassen möchte, an dem, was man so schreibt.
Doch bei oben benannten bleibt es bei dem Namen...sie tönen nur herum und kritisieren andere nach Strich und Faden, zeigen sich erhaben, betilteln vieles als Kitsch und Säuselei...sollen sie doch vor der eigenen Türe kehren oder Besseres zeigen.
Aber nein, da dümpelt es nur...

Wer schreiben mag, soll schreiben, wie es ihm einfällt und sich nicht dran stören, was die ewigen Meckerfritzen- und Lotten so von sich geben.
Vielleicht werden Eure Enkel, Urenkel und spätere Nachfahren dankbar sein, mal etwas von Euch zu lesen.
Ich hatte das Glück, dass in meiner Sippe immer schon viel aufgeschrieben wurde. So kann ich mich in andere Zeiten versetzen und kann das Leben meiner Vorfahren ein wenig nachempfinden.


Dienstag

#ChristineKaufmann

28.03.17

Christine Kaufmann ist von der großen Bühne abgetreten..
ich bin froh, dass sie, da sie keine Patientenverfügung hatte,

 nun nicht mehr ewig leiden muss.

Letzter Rosengruß für das Rosenresli meiner Kindheit,

die mich auch mit weiteren Filmen begleitete...





Sie wurde von ihrer ehrgeizigen Mutter zum Kinderstar gemacht,
drehte einen Film nach dem anderen.
Auch als Heranwachsende spielte sie in den 50er und 60er Jahren
in vielen beliebten Filmen mit,
lernte Toni Curtis bei Dreharbeiten zu Taras Bulba kennen,
hat diesen Hollywood-Star mit 17 Jahren geheiratet,
die Schauspielerei zeitweise aufgegeben,
zwei Kinder bekommen und später auch ein wenig gedreht, ohne große Erfolge.

Nach der Scheidung wieder in Deutschland
war sie begehrte Schauspielerin für Fernsehen und Bühne,
drehte z.B. mit  Rainer Werner Fassbinder,
Rolf von Sydow,
Werner Schroeter

Nach ihrer Ehe mit Curtis war sie noch dreimal verheiratet – 
mit dem Fernsehregisseur Achim Lenz (1974–1976), 
mit dem Musiker und Schauspieler Reno Eckstein (1979–1982) 
sowie mit dem Zeichner Klaus Zey (1997–2011, Trennung 2010

Sie schrieb Bücher, entwickelte eine Kosmetikserie
Als ich vor drei Tagen erfuhr, dass Christine Kaufmann im Koma liegt,
war ich schon sehr bewegt, war sie doch ein wenig
Kindheit- und Jugendbegleiterin für mich
. Noch bewegter dann, als ich am darauf folgenden Tag ein Interview von ihr sah,
 aufgenommen im Januar.
Eine, wie immer vitale Frau, klar im Denken und im Ausdruck ihrer Wünsche,
eine Frau, die von sich sagte, sie war nicht immer eine gute Mutter. 
Sie wusste es nicht besser – damals -.

„Ich will Ende des Jahres keine Bühnenauftritte mehr.“
„Nein?, nirgendwo mehr?“
„Nein! Ich möchte verschwinden.“
„Meine Verwandten sind alle recht fidel und vital gestorben, ganz ohne Siechtum. Das wünsche ich mir auch, egal wie lange es noch dauern mag.“
Es dauerte nicht lange. Ein Segen für sie selbst.


Montag

Die Neu-Gier

gepaart mit mal Bosheit, mal Intrigantentum, mal mit Lüge, mal....
Es gibt so viele Nennungen.

Ich danke Euch auch hier für das Annehmen des neuen, nun schon 1 Jahr alten Blogs unter anderem Namen.
Diejenigen, die ihn noch nicht gefunden haben, müssen mir nur eine Mail schicken...

Dass ich vor Nachstellungen nach wie vor nicht gefeit bin, zeigt mal wieder die Besucherliste auf dem ST-Account.







Freitag

#Holocaust -Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus





Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Bahnsteig des Leids


Eine kleine Puppe
verschmutzt und zerfetzt
am Bahnsteig der Züge des Leids

Ein brauner Koffer
mit Namensschild dran
am Bahnsteig der Züge des Leids

Ein grauer Hut
zertreten, verdreckt
am Bahnsteig der Züge des Leids

Ein ängstlicher Mensch
gestoßen, geschlagen
am Bahnsteig der Züge des Leids

Die grauen Schornsteine
sind Wegweiser hier
am Bahnsteig der Züge des Leids

Die Puppe
der Koffer
der Hut
und der Mensch
verwehten im Winde der Zeit

Doch die Schornsteine bleiben
in steter Erinnerung
auch der Bahnsteig der Züge des Leids





floravonbistram 1998



Einfahrtsgebäude des KZ Auschwitz-Birkenau, Ansicht von innen, 1945


Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0

#Hildesheimer-Lesezeichen

Hallo Ihr Lieben, 

Ihr könnt meine Freude vielleicht mit mir teilen.
In Hildesheim werden alle paar Jahre öffentliche Gebäude mit ausgewählter Literatur beflaggt. Große Banner werden aufgehängt.
Den Link dazu hänge ich an.
Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, war ich 2014 unter den Preisträgern Gedichte und genau dieses Gedicht kommt nun mit auf die Banner.

Heute bekam ich diese Mail:
Sehr geehrte Frau Flora von Bistram,

wie bereits angekündigt sind wir nun soweit, die schönsten Wettbewerbsbeiträge des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs 2014 "Was mir heilig ist" in Form von Gedichtbannern inmitten der Stadt im öffentlichen Raum noch einmal zu würdigen.
Ihr Preisträger-Gedicht "Trauert nicht" ist von unserer Findungsredaktion ebenfalls als Lesezeichen-Gedicht ausgewählt worden. Ich hoffe, das freut Sie!
Das Lesezeichen-Projekt dient der Suche nach neuen Wegen der Leseförderung und Literaturvermittlung. Die Installation der Lesezeichen-Gedichtbanner an prominenten Gebäuden und Plätzen in der Stadt zählt zu den herausragenden Kulturformaten in Hildesheim und findet sowohl regionale wie überregionale Beachtung.
Durch das Zusammenspiel von Ort und Wort geben wir der Kunst des Wortes - gerade auch im digitalen Zeitalter - ihre Einmaligkeit zurück.
Projektpartner sind hier u.a. die Evangelische Kirche, die katholische Kirche, die Deutsche Bahn AG und der Hildesheimer Stadtverkehr. Das Projekt steht unter dem Motto "Hier stehe ich..." und nimmt auf literarische Weise Bezug auf das 500jährige Luther-Jubiläum.

Die Montage der neuen Gedicht-Banner wird Ende April / Anfang Mai 2017 erfolgen.

Zum Projekt wird es u.a. einen Stadtführer (als Faltblatt) geben, mit dem wir alle Autoren und Lesezeichen-Orte vorstellen sowie eine Webseite unter www.hildesheimer-lesezeichen.de, welche ausführliche Informationen zum Projekt allen Interessierten zur Verfügung stellt.



Hier noch mal die Bilder von 2014 dazu










Donnerstag

#Intrigant/in

Kennt nicht jeder von uns solche Menschen?
Um sich gut darzustellen, schrecken sie vor keiner Bosheit und Lüge zurück. Und auch nach Jahren geben sie keine Ruhe. Haben sie sich auf einen Menschen eingeschossen, werden sie ihn und jede seiner Bewegung nach Möglichkeit weiter beschnüffeln, um ihr schmutziges Tun belegen zu können. Da ist ihnen jedes Mittel recht.
"So erkennt man ihn/sie: Vordergründig ist dieser Mensch nett und harmlos, aber seinen Ehrgeiz sollte man nicht unterschätzen. Er will ganz nach oben, Wichtigkeit erlangen - und wenn ihn seine Stärken nicht dorthin bringen, dann eben die Schwächen der anderen. Die erwähnt er gerne mal im Gespräch mit dem Chef/bei Kollegen/in Foren - je schmutziger die Gerüchte, desto lieber sind sie ihm.

So verhält man sich in seiner Nähe: Jeden privaten Kontakt meiden und so wenig Information von sich preisgeben wie möglich - er verwendet alles gegen Sie."


http://www.sueddeutsche.de/karriere/kleine-typologie-der-kollegen-vorsicht-diva-im-buerostuhl-1.21704-6


Montag

#Nestlé und #Wassernutzungsrechte

Ich weiß nicht, ob ich mehr wütend, sauer, traurig oder hilflos bin...Bitte denkt darüber nach, was diese Groß(kotz)firmen mit den Menschen machen.




Tom Scharf schreibt u.a.:  
"Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht! In Algerien hat Nestlé die Wassernutzungsrechte erworben und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen.
 In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat. 
 Nestlé erwirbt also Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen! 
 Nestlé-Verwaltungsratschef Peter Brabeck macht kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige. "
 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 Hier nur mal ein paar Wassermarken, Wasser, das (zum Teil) durstenden Völkern weggenommen wird




Nestle verkauft unter diesen Namen (kleiner Ausschnitt):


http://www.nestle.de/unternehmen/struktur/marken

Freitag

#Frieden

Fülle dein Herz mit Frieden


Mit uns selbst und den Mitmenschen im Frieden zu leben
ist das Schwerste, was wir von uns verlangen können.
Ist der Kopf voller Misstrauen und Egoismus

finden das Herz, die Seele niemals Wege zum Miteinander.
Frieden fängt an, wo Hass, Neid und Gier aufhören.
Veränderung schafft man nicht mit Gewalt, 
sondern mit dem Herzen.

Fülle dein Herz mit Frieden.


Atem holen in der Stille, 
eins werden mit der Natur, dem Ganzen.
Beuge dich nicht dem täglichen Kleinkrieg, 
der Hass sät und gründet.
Gewalt im eigenen Inneren 
wird Niemandem Frieden bringen,
also müssen wir uns frei machen von Egoismus,
denn der schafft die Grundlage 
für alle niederen Instinkte
und macht gefühllos für das Leid 
und den Schmerz der Anderen.

Fülle dein Herz mit Frieden.


Lasst uns allem
 mit Ehrfurcht und Akzeptanz begegnen,
was schwach und verletzlich ist, 
aber auch dem,
der mehr Stärke hat als wir,
 wir müssen uns verbünden.
Schau hin und sieh alles, 
was glücklich machen kann.
Es wird keinen Frieden geben, 
wenn wir nicht bereit sind,
den ersten Schritt zu machen, 
die Hand zu reichen,

darum fülle dein Herz mit Frieden.


FvB2002


Samstag

#Weihnachten


Alle Jahre wieder



Ganz kribbelig sind die Kinder schon.
Der Vormittag war ganz dem Aufräumen gewidmet, das Kinderzimmer musste glänzen, denn es sollte dort heute das Christkind einziehen.  Nun saßen sie mit der lieben Tante Ira in der großen Wohnküche und spielten Mensch Ärger Dich Nicht. Vati war eben erst von der Arbeit gekommen und im Schlafzimmer verschwunden. Durch das Schlafzimmer kam man in das Kinderzimmer.  So war das damals in den großen alten Häusern, in denen nun eine Etage für 3 Familien reichen musste, in der  sich früher die Schlafräume der „Herrschaften“  befanden.
Der Herd bollerte und grummelte, das Wasser im Schiffchen zischte leise vor sich hin. An den Fenstern wuchsen die Eisblumen und verzauberten den Raum, der mit ein wenig Tannengrün und selbst  gebastelten Sternen schon sehr behaglich war.
Kein Geräusch drang aus dem Zimmer nebenan und schon gar nicht aus dem dahinter liegenden.
„Oh. wann kommt denn nur endlich das Christkind?“ Martin sprach aus, was auch die Geschwister bewegte.
„Wenn die Glocke läutet“, sagte Tante Ira, „doch das dauert noch eine ganze Weile.
„Aber warum kommen Vati und Mutti da gar nicht mehr raus?“
„Nun, sie müssen doch dem Christkind helfen, denkst du denn, das kann bei allen Menschen alles alleine machen?“
„Aber es hat doch die Engel und Zwerge als Helfer.“
„Ja sicher, doch die Eltern müssen dann schon aufpassen, dass auch kein bisschen vergessen wird.“

Da, Schritte! Alle Augen klebten an der Tür, alle Ohren waren gespitzt, war schon der zarte Glockenton zu hören, an den die Größeren sich noch erinnerten? ...Nein, nur Vati und Mutti kamen rein und sahen gar nicht so aus, als hätten sie das Christkind schon gesehen.
„Ist das Christkind schon da?“ Alle waren gespannt auf die Antwort, doch Vati schüttelte nur den Kopf. „Ich habe euch doch gesagt, dass es sich nicht blicken lässt, solange Menschen im Zimmer sind, wir mussten nur den Flügel richtig hinstellen, damit wir auch singen können, wenn es soweit ist. Jetzt essen wir erst mal etwas.“
Die Aufregung war aber so groß, dass die Kinder wie aus einem Mund riefen:“…keinen Hunger!“
Doch als Mutti dann aus dem Abstellraum den großen Teller mit den belegten Brötchen hervor holte, lief den Kindern das Wasser im Munde zusammen. „Brötchen!“  „Mit Kochschinken!“  „Aufgeklappt!“
So ein Festmahl, sie konnten es kaum erwarten, dass das Tischgebet gesprochen war und schon verschwanden die Brötchen Stück für Stück in den kleinen Mäulern. Ganz still wurde es am Tisch, denn auch die Erwachsenen widmeten sich, ein wenig erschöpft, dem seltenen Genuss.
Vati stand dann auf und ging zum Radio.
„So, nun wollen wir mal hören, ob für Kinder eine Sendung kommt. Dann ist das Warten nicht so lang.“
Die bekannte Kinderstundenmelodie erklang und die Stimme des Sprechers kündigte an: „ Liebe Kinder, nun hört ihr die schöne Geschichte von Peter Rosegger:  Als ich die Christtagsfreude holen ging.“
Voller Erstaunen darüber, was so ein kleiner Junge damals alles machen musste, wie viele Stunden er unterwegs war, um für das Weihnachtsessen einzukaufen, mit welchen Schwierigkeiten er fertig werden musste, ganz allein auf sich gestellt, lauschten sie mit heißen Ohren und offenen Mündern.
Sie bemerkten nicht, dass die Eltern nach einem kurzen Nicken in die Richtung der Tante wieder die Küche verließen, so sehr waren sie im Bann der Geschichte.

Als Vati das Radio ausstellte, kamen so viele Fragen, die aus den Kindermündern purzelten, doch Tante Ira legte den Finger an die Lippen:“ Psst, wir müssen lauschen, ob wir das Glöckchen hören und wollen doch das Christkind nicht erschrecken.“
Und dann, endlich…eine kleine Glocke erklang und als die Kinder aufsprangen, öffneten sich die Flügeltüren der großen Zimmer, es setzte das Vorspiel zu IHR KINDERLEIN KOMMET  auf dem Flügel ein, das nun mit hellem Sopran von Mutti angestimmt wurde, Vati, der am Flügel saß, fiel mit warmem Bariton ein, und Tante Ira betrat mit den Kinder , die nun das Lied mitsangen, das  hell leuchtende Weihnachtszimmer.
Ganz andächtig gingen die Blicke zu dem wunderschön geschmückten Baum, hier hingen die kleinen Trompeten, die Pferde und Engel, sowie Kugeln aus dem alten Bauernsilber, die alle schon in Vatis und Tante Iras Kindheit jedes Jahr an deren Weihnachtsbaum hingen, dann waren süße Sachen aufgehängt, kleine Äpfel und viele Kerzen, die leise flackerten. Der große Tisch, an dem sie sonst bastelten oder Hausaufgaben machten, war heute ganz in weiße Tischtücher gehüllt, die aber nicht glatt auflagen, sondern kleine Berge und Täler aufwiesen und so die freudige Erwartung der Kinder noch steigerte.
Alle setzten sich nun und Vati las die Weihnachtsgeschichte vor.
Als nun STILLE NACHT HEILIGE NACHT erklang, wischte sich die Tante, in Erinnerung an eigene Kindheit und Jugend, die nicht mehr lebenden Eltern, ein paar kleine Tränen fort.
Nun waren die Kinder dran: ihre Gedichte und Lieder, ihre selbst gebastelten Geschenke wurden voller Stolz dargebracht.
Und endlich…endlich wurden Tischtücher gelupft und erst noch ganz starr vor Aufregung und innerer Andacht fielen die Blicke auf die bunten Teller, da auf eine Bommelmütze, einen Schal, dringend benötigte Handschuhe, doch auch Angelina, die heißgeliebte Puppe lachte vom Tisch, akkurat in die gleichen Stricksachen gehüllt, die auch für die Puppenmutter vorgesehen waren; da kamen noch Bausteine, eine Mundharmonika für den Großen, ein Schaukelpferd für den Jüngsten zum Vorschein, aufgefrischt in den Farben und wieder blank glänzend.
Heiße, rot glühende  Wangen, glänzende Augen, eifriges Sortieren… Kinderglück.
Doch auch die Erwachsenen freuten sich an ihren kleinen Geschenken und an der Freude der Kleinen.
Immer, wenn es etwas lebhafter wurde, setzte Vati sich an den Flügel und stimmte ein neues Lied an, ach wie viele kannten sie, hatten sie doch abends immer miteinander gesungen und musiziert in der Adventszeit, so hatten sich die Lieder eingeprägt und aus vollem Herzen erklangen  dann auch „Alle Jahre wieder, Oh Tannenbaum  und viele Lieder mehr.
Das Lied „Am Weihnachtsbaume, die Lichter brennen“  war immer der musikalische Abschluss und wenn die Stelle „Zwei Engel sind hereingetreten“ gesungen wurde, richteten sich immer die hoffnungsvollen Augen der Kinder auf die Tür, als erwarteten sie, auch diese Engel zu sehen, sie begrüßen zu können.

Ganz vorbei war Weihnachten noch nicht, denn nun kam das wunderbare Essen: Kartoffelsalat mit Würstchen, auf das sich alle schon so sehr gefreut hatten. Köstlich!

Übermüde, überglücklich lagen spät die Kinder in ihren Betten und konnten schemenhaft vor dem Fenster noch den Weihnachtsbaum stehen sehen;  das Feuer im Ofen war erloschen, der Wind vor den Fenstern blies ab und zu einen kalten Hauch durch die alten Fenster, so kuschelten sie sich tief in ihre Federbetten, die Füße an die in ein Tuch eingeschlagenen heißen Ziegelsteine geschmiegt, noch die Lieder in den Ohren, wollten miteinander reden, doch die Müdigkeit übermannte sie und mit seligem Lächeln lagen dann die kleinen Weihnachtsengel  in den  Kissen, als die Eltern vor dem Zubettgehen noch einmal durch das Zimmer gingen.

Von dem Kirchturm läuteten die Glocken  Weihnachten  1956 ein.

Weihnachten 1924 bei meiner Großmutter.
Großvater starb 1922, mein Vater war 5 Jahre alt







Dienstag

#Breitscheidplatz #Berlin


Ein fürchterliches Geschehen erschüttert Deutschland.
Tote und Verletzte...
Die Netzwerke sind voller Anschuldigungen  und Hassparolen.

Ich flehe Euch an!

Stoppt doch einmal nur für einen Tag die Schuldzuweisungen und politischen Beschimpfungen.
Lasst uns einfach nur trauern, trauern mit den Menschen, denen ein Angehöriger für immer entrissen oder schwer verletzt wurde. Lasst unsere Gedanken Liebe auf sie schütten, um ihnen ein wenig Beistand zu sein.
Wütend, geschockt sind wir und laut werden können wir noch immer. Ein Begreifen solcher Taten gibt es nach unserem Verständnis ohnehin nicht.
Ein Trauertuch legt sich über das Land
Wald und Wiesen verhüllen ihre Gesichter.






Freitag

#Leonhard Cohen - Danke

"Cohen war Schriftsteller, bevor er sich hauptberuflich der Musik zuwandte. Mit Songs wie Suzanne, so long Marianne,Hallelujah und vielen vielen anderen Songs, die er auch für Kollegen schrieb, wurde er weltberühmt und inspirierte über Jahrzehnte andere Künstler.Noch im Oktober hatte er ein neues - und gefeiertes - Album veröffentlicht.In seinem letzten Interview mit dem Magazin New Yorker sagte Cohen: "Ich bin bereit, zu sterben."


50 Jahre Titelseiten mit LEONARD COHEN in Deutschland: Den Anfang machte das SOUNDS Magazin vor 50 Jahren 1976:

http://blog.leonardcohen.de/?p=2125

http://www.sueddeutsche.de/kultur/neues-album-you-want-it-darker-leonard-cohen-singt-sein-letztes-liebeslied-1.3219956






Wenn ich überhaupt jemals Fan von irgendetwas oder irgendjemandem gewesen sein sollte, dann von ihm.
Seit den Anfang- 70ern begleiten mich seine Lieder.
Ich lernte ihn kennen, weil mein damaliger Mann eine Konzertagentur in Hannover betrieb (und vor 1974 noch bei Steiner Hannover angestellt war)



Danke Leonhard Cohen für so viele Jahre mit wirklich hörenswerten Liedern.

Donnerstag

Mittwoch

#Präsidentenwahl 9.11.2016



Ist der 9.11. generell ein besonderer Schicksals- oder Ereignistag?

Wikipedia:
Auf den 9. November fällt eine Reihe von Ereignissen, die für die deutsche Geschichte als politische Wendepunkte mit teilweise auch internationalen Auswirkungen gelten. Als besonders gravierend für die zeitgenössische öffentliche Diskussion in der rückwirkenden Betrachtung gelten dabei – beginnend in der jüngeren Vergangenheit – die Jahrestage des Mauerfalls 1989, des Beginns der Novemberpogrome 1938, des Hitler-Ludendorff-Putsches 1923 und der Novemberrevolution 1918 (Ausrufung einer deutschen Republik) in der damaligen Reichshauptstadt Berlin. Diese historischen „Schlaglichter“ des deutschen Nationalstaats seit 1871 in je unterschiedlichem Kontext bilden in der Zusammenschau und der Rezeption im Verhältnis zueinander inhaltlich und ideologisch gegensätzliche und polarisierende Höhepunkte der historisch-politischen Auseinandersetzung mit der Geschichte Deutschlands, insbesondere derjenigen des 20. Jahrhunderts.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von verschiedenen Historikern und Journalisten für dieses Tagesdatum der Ausdruck Schicksalstag geprägt, der aber erst nach den Ereignissen vom Herbst 1989 weitere Verbreitung fand.
In mahnender Erinnerung an die Novemberpogrome des NS-Regimes gegen die deutschen Juden im Jahr 1938 ist der 9. November in Deutschland auch ein Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 

     9. November 1313: In der Schlacht von Gammelsdorf
      9. November 1848 – standrechtliche Hinrichtung von Robert Blum